Studenten genießen großen Auftritt und erhalten viel Beifall

Mit einem festlichen Konzert fanden die 6. Chursächsischen Meisterkurse für Viola, Violoncello und Violine ihren Abschluss. Professorin Pauline Sachse wurde zur Ehrenkünstlerin ernannt.

Bad Elster.

Noch vor der Musik kam eine Würdigung. Professorin Pauline Sachse kann sich künftig als "Ehrenkünstlerin im König-Albert-Theater" fühlen. Generalmusikdirektor Florian Merz ernannte sie dazu. Seit dem ersten Meisterkurs zählt sie neben Professor Peter Bruns zu den tragenden Säulen dieses Treffens. Bad Elster, so sagt sie selbst, sei ihr mittlerweile ans Herz gewachsen. Dass Pauline Sachse Jahr für Jahr den Weg in den Kurort findet, sei Peter Bruns "geschuldet", der die Meisterkurse seinerzeit mit Florian Merz ins Leben rief: "Ich kenne Peter Bruns schon sehr lange und weiß: Was er anpackt, das hat Hand und Fuß."

Was damit gemeint ist, erlebten die Besucher beim Abschlusskonzert: ein überwältigendes Erlebnis. Vier der 27 Teilnehmer - allesamt mehr als nur hoffnungsvolle Talente - aus neun Ländern ließen sich nach dem Auftritt berechtigt von Beifall überschütten. Auf dem Programm standen Werke von Franz Schubert, Carl Maria von Weber und Peter Tschaikowsky. Gili Radian (Viola, aus Israel), Lorenz Karls und Sophie Druml (beide Violine und aus Wien) sowie Angela Chang (Violoncello, aus Köln) brillierten zusammen mit der Chursächsischen Philharmonie unter Leitung von Florian Merz. Sie studieren noch und spielen bereits jetzt auf einem so hohen Niveau, dass man nur erahnen kann, wozu sie fähig sind, wenn das Studium abgeschlossen ist. Ein Schritt auf diesem Weg bedeutete für alle auch die Teilnahme an den Meisterkursen in Bad Elster, die neben Pauline Sachse und Peter Bruns von Professor Gerhard Schulz aus Wien geleitet wurden.

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Speziell Angela Chang und Lorenz Karls treten die Rückreise mit nur positiven Eindrücken von Bad Elster an. Die Kölnerin empfand die Arbeit mit Peter Bruns als "sehr inspirierend und gleichzeitig fordernd" und genoss darüber hinaus in jeder freien Minute "die frische Luft". Mit dem Violoncello habe sie das Instrument für sich gefunden. Wenn sie nicht diesen Weg eingeschlagen hätte, dann wäre Sozialarbeiterin ihr Plan B gewesen, "weil ich Menschen gerne etwas Gutes tue" - jetzt mit der Musik.

Lorenz Karls erzählte, dass er dem Vorbild seiner Mutter folgt und schon mit drei Jahren eine Geige in den Händen hielt, "sonst wäre aus mir vielleicht ein Pilot geworden". Bei Bad Elster habe er vor der Anreise an einen kleinen Ort gedacht. "Ist er auch, aber leider habe ich trotzdem keine Zeit gefunden, ihn näher kennen zu lernen. Von dem Meisterkurs habe ich sehr viel mitgenommen. Dass Teilnehmer als Abschluss bei einem Symphoniekonzert auftreten dürfen, erlebt man in anderen Orten nicht."

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