Stühlerücken bei Paracelsus

Der Klinikbetreiber wird in den kommenden Wochen das Führungsteam Sachsen neu aufstellen. Betroffen ist auch das Krankenhaus Adorf/Schöneck.

Adorf/Schöneck.

Der bisher für die Paracelsus-Klinikstandorte Adorf und Schöneck tätige Klinikmanager Ralph Pleier wird das Unternehmen zum 30. Juni verlassen. Darauf haben sich die Geschäftsführung und der 48-Jährige einvernehmlich verständigt, wie Paracelsus am Montagnachmittag informierte. Ralph Pleier habe in den vergangenen zwei Jahren die Weiterentwicklung der Paracelsus-Klinik Adorf/Schöneck maßgeblich mitgestaltet. Der Grund für den Wechsel ist eine von der Konzernleitung geplante personelle Neuausrichtung des Klinikmanagements in Sachsen mit veränderten Aufgabenschwerpunkten.

"Das Unternehmen bedankt sich bei Ralph Pleier für seinen unermüdlichen Einsatz", erklärte Martin F. Siebert, Vorsitzender der Geschäftsführung von Paracelsus. "Nach einer schwierigen Phase, die 2018 durch einen Eigentümerwechsel überwunden werden konnte, hat Ralph Pleier wertvolle Impulse gesetzt, welche der Konsolidierung des Unternehmens insgesamt zugutekamen. Mit Umsicht und großer Sachkenntnis wurden auch die Kliniken in seiner unmittelbaren Verantwortung intern sowie nach außen gut aufgestellt." Ralph Pleier wird Paracelsus bis auf Weiteres beratend zur Verfügung stehen, wie das Unternehmen informiert. "Es war für mich eine spannende und lehrreiche Aufgabe zugleich, die Paracelsus-Kliniken Adorf und Schöneck durch die schwere Zeit der Konsolidierung zu führen", sagt der gebürtige Berliner. "Besonders geschätzt habe ich die Arbeit in einem hervorragenden Team mit einer einzigartigen familiären Atmosphäre. Jetzt ist meine Aufgabe hier abgeschlossen und ich mache den Weg frei für einen Neuanfang durch meinen Nachfolger."

Bereits zum 1. Juli wird der 51-jährige Jan Müller seine Aufgabe als Geschäftsleiter des regionalen Klinikverbundes Paracelsus-Klinikum Sachsen übernehmen. Er wird zugleich Nachfolger von Ralph Pleier - und damit parallel auch dem Klinikmanagement der Paracelsus-Klinik Adorf/Schöneck vorstehen.

Jan Müller studierte Betriebswirtschaftslehre an der Universität Leipzig und machte 1995 sein Examen zum Diplom-Kaufmann. Anschließend sammelte er Erfahrungen als Wirtschaftsprüfer und stellvertretender Leiter der Abteilung Vertragspartner und als Verhandlungsführer der IKK Sachsen, bevor er 2002 ins Klinikmanagement wechselte, unter anderem als Kaufmännischer Direktor am Mediclin-Waldkrankenhaus und Reha-Zentrum Bad Düben. Zuletzt war Jan Müller als Regionaldirektor der Mediclin Region Ost tätig, zuständig für Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg und das nördliche Bayern.

"Ich freue mich auf meine neue Aufgabe bei Paracelsus", sagte Jan Müller. "Besonders schätze ich, dass ich meine Verbundenheit mit der Region auch beruflich stärken kann. Mein Ziel ist es, die hervorragenden Perspektiven, die sich für unsere Paracelsus-Kliniken in Sachsen ergeben, weiter auszubauen." Er sehe außerdem einen besonderen Reiz darin, die medizinische Leistungsfähigkeit und das Image des gesamten sächsischen Klinikverbundes stärker als ein gemeinsames Versorgungskonzept zu entwickeln, ergänzte Müller.

Der bisher für die Paracelsus-Klinik Reichenbach tätige Klinikmanager Sven Hendel wird seine Aufgabe ebenfalls aufgeben; es ist geplant, dass er zum 15. Juli aus dem Klinikmanagement der Einrichtung ausscheidet. Spätestens zum 1. Januar wird ein neuer Klinikexperte das Klinikmanagement der Paracelsus-Klinik Reichenbach übernehmen. Um wen es sich handelt, wird in Kürze - und zwar schon Anfang Juli - bekannt gemacht, "damit der neue Kollege sein Ausscheiden bei einem anderen Unternehmen der Gesundheitsbranche mit der gebotenen Sorgfalt einleiten und auch die Mitarbeiter und Kollegen in seinem derzeitigen Aufgabenumfeld respektvoll und persönlich informieren kann", heißt es in der Paracelsus-Presseinformation.

Unabhängig davon werde die Paracelsus-Geschäftsführung gemeinsam mit Jan Müller, dem neuen Geschäftsleiter des Paracelsus-Klinikums Sachsen, entscheiden, wie der möglicherweise entstehende Übergangszeitraum bis zur Übergabe der Geschäfte in Reichenbach gestaltet werden kann, sodass für die Organisation und das Alltagsgeschäft der Paracelsus-Klinik Reichenbach keinerlei Nachteile entstehen. (tb)

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