Talsperre Weida wird touristisch

Weiterer Stausee wird saniert und erschlossen

Zeulenroda-Triebes.

Mit der bevorstehenden Sanierung der Talsperre Weida, die ab nächstes Jahr geplant ist, soll auch ein Tourismuskonzept für den nordöstlich der Talsperre Zeulenroda gelegenen Stausee erarbeitet werden. Bislang besteht ein etwa 14 Kilometer langer Rundweg um den See und durch das dortige Naturschutzgebiet. Damit rückt neben Pirk, Pöhl und Zeulenroda das vierte Gewässer in den Fokus der länderübergreifenden Vermarktung des Vogtlands beim Buhlen um Gäste. Als Alleinstellungsmerkmal für Weida soll das Etikett "naturnah" gelten. Nächstes Jahr starten die Bauarbeiten am Stausee, die bis 2024 laufen, wie die Thüringer Fernwasserversorgung informiert. Bis zu 43 Millionen Euro sind an Kosten eingeplant, insbesondere für die Sanierung des undichten Staudamms. Während das Wasser abgesenkt ist, sei aber bereits "Baustellentourismus" denkbar, sagt Seehotel-Direktor Marco Lange, der auch Vorstandsmitglied des Tourismusverbandes ist. "Auch sanfter Tourismus funktioniert nicht ohne Konzept und Infrastruktur für die Gäste, wie etwa gastronomische Angebote", meint er. Lange deutete im Gespräch mit "Freie Presse" an, dass seitens seines Hauses bereits Pläne für das eine oder andere Grundstück am See in der Schublade liegen. Konkret äußerte er sich aber nicht. Das Hotel, das in Firmenbesitz der Bauerfeind-Gruppe ist, investiert aktuell Millionen in ein Luxus-Feriendorf an der benachbarten Talsperre Zeulenroda. "Die Weida-Talsperre soll ein Ruhepol bleiben", betont indes Sabine Casper, Leiterin der Touristinformation am Strandbad in Zeulenroda. Wanderer und Naturfreunde sollen angesprochen werden. Das Ziel sei ein naturnaher, sanfter und nachhaltiger Tourismus für die Seen im Thüringer Teil des Vogtlands. (nij)

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