Telekom nimmt Kündigung von Anschlüssen im Vogtland zurück

"Ein Fehler, der so nicht hätte passieren dürfen": Der Konzern entschuldigt sich bei Kunden - keiner soll abgeschaltet werden.

Oelsnitz/Klingenthal.

Nach viel Kritik lenkt die Deutsche Telekom ein und zieht die umstrittenen Kündigungen alter Festnetz-Telefonanschlüsse im Vogtland zurück. Dabei ging es um Ortsnetze, in denen derzeit der Breitband-Ausbau läuft, aber längst nicht - wie lange von der Telekom beabsichtigt - Ende 2018 abgeschlossen werden konnte.

Kündigungen hatte unter anderem Diakonieverein und Kindertagesstätte in Triebel erreicht, Privatleute waren betroffen, im Ortsnetz Adorf galt die angedrohte Abschaltung unter anderem für Anschlüsse, auf die die Brandmeldeanlagen großer Firmen geschaltet waren. Das Versenden der Kündigungen hatte viel Unmut ausgelöst - "Freie Presse" berichtete mehrfach. Am Dienstag reagierte der Konzern. Sprecher Georg von Wagner: "Im Zusammenhang mit diesem Umbau ist es fälschlicherweise zum Versand von Kündigungen an einige Kunden gekommen. Die Kündigung hatte zur Folge gehabt, dass diese Kunden keinen funktionierenden Telefonanschluss gehabt hätten. Denn zum Zeitpunkt der Kündigung hätte die Telekom noch kein neues Produkt anbieten können. Dem Unternehmen ist somit ein Fehler unterlaufen, der so nicht hätte passieren dürfen." Wie Wagner erklärte, erhalten Betroffene ein Entschuldigungsschreiben. "Die Telekom versichert gleichzeitig, dass diese Kunden erst ins neue Netz wechseln werden, wenn die Umbauarbeiten abgeschlossen sind und die neue Technik einsatzbereit ist", so von Wagner.

Aktuell laufen Arbeiten im Auftrag der Telekom oft durch Subunternehmer mit polnisch sprechendem Personal, was mehrfach zu Verständigungsschwierigkeiten führte. Es geht um die Ortsnetze Adorf, Bad Brambach, Bobenneukirchen, Eichigt, Gutenfürst, Reuth sowie Weischlitz. In diesen Bereichen ist noch Technik aus den 1990er-Jahren in Betrieb. "Diese ist nicht breitbandfähig und muss deswegen ersetzt werden", sagt von Wagner. Im Zuge des Umbaus müssen die Arbeiter auch in viele Wohnhäuser. Betroffene Einwohner halten nach den Worten des Sprechers vor dem Umschalten ein Infoschreiben, da sie an dem Tag daheim sein müssen, an dem die Technik umgestellt wird.

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2Kommentare
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  • 2
    2
    jspranger
    13.03.2019

    Staatlich geförderte Umbau durch die Tekekom ...
    Keine Ansprechpartner weder für den Bürger der ja mit seinen Steuergelder das ganze finanziert noch für die Kommunen die es betrifft oder für die Presse.
    Immer wieder verschobene Termine.
    Abgeschaltete Anschlüsse gekündigte Verträge Störungen die Tagelang andauern .
    Da läuft so einiges falsch ..
    Vielleicht sollte darüber nachgedacht werden ob die Telekom die richtige und einzige Wahl ist für die Digitalisierung...

  • 3
    2
    seven695
    13.03.2019

    Die Telekom macht nur noch Fehler!

    Schon mehrfach Millionenbeträge eingesackt, und nix passiert.

    Die sollten froh sein, noch Kunden zu haben!



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