Tirpersdorf will Bauland

Die Gemeinde hat eine Fläche an der Bachstraße im Blick. Es gibt aber auch Stimmen für eine grundsätzliche Festlegung.

Tirpersdorf.

In der Gemeinde Tirpersdorf gibt es vermehrt Anfragen von Bauwilligen. Da ist ein wesentlicher Grund dafür, dass der Gemeinderat einen Grundsatzbeschluss gefasst hat. Eine unbebaute Fläche an der Bachstraße soll als Bauland ausgewiesen werden. Dafür sprach sich das Gremium einstimmig aus.

Zuvor hatte die Gemeinde beim Landkreis vorgefühlt, ob die kommunale Fläche auch bebaubar ist. Für einen gut 1000 Quadratmeter großen Teil gab das Amt in Plauen grünes Licht, erklärte Bürgermeister Reiner Körner (parteilos). "Warum nur für einen Teil?", hakte Gemeinderat Ralph Six (Parteiunabhängige Wählergemeinschaft) nach. "Der andere ist als Biotop eingestuft", informierte Körner. Dass dies in Nachbarschaft der Kläranlage möglich ist, verwunderte indes einige am Ratstisch. "Gegenüber stehen schon Häuser. Es ist eine Art Lückenbebauung", so Körner. Er bejahte auf Frage von Matthias Rentsch (Parteiunabhängige Wählergemeinschaft), dass es für die Fläche Interessenten gäbe.

Bei einem anderen Baugrundstück in Tirpersdorf hob der Gemeinderat seinen Beschluss vom September 2019 auf und fasste ihn in veränderter Form neu. Grund: "Dem Käufer ist die Fläche zu groß. Er will nur noch ein Teilstück davon. Das wäre nicht das Problem aus unserer Sicht. Für den Rest gäbe es auch Kaufinteressenten", erklärte der Bürgermeister. Dabei handelt es sich um etwas mehr als 1000 Quadratmeter. Der Rat kam überein, dass dem Käufer nun eine 1028 Quadratmeter große Fläche zum Preis von 40.1000 Euro verkauft wird. Der Baulandpreis von 39 Euro richtet sich nach den 2018 für den Bereich festgelegten Bodenrichtwerten.

Einen grundsätzlichen Vorstoß unternahm Ralph Six. "Sollten wir nicht auch darauf drängen, dass die Leute, die Bauland kaufen, auch bauen?", regte er an, in Grundstücksverkäufe von Bauland eine Bauverpflichtung mit Fristen aufzunehmen. Er verwies auf Beispiele, dass mitunter Baugrundstücke erworben würden, damit niemand einem vor die Nase bauen kann. Six' Fraktionskollege Hartmut Schätzer äußerte Zweifel an einer solchen Vorgabe, Reiner Körner kündigte an, dies rechtlich prüfen lassen zu wollen.

In einer dritten Grundstückssache verkauft der Rat eine 117 Quadratmeter große Fläche in Lottengrün für 1638 Euro an einen Privatmann.

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