Trauer um Markneukirchner Musik-Urgestein

Gerd Stöhr mit 94 Jahren gestorben - Kapellenleiter und ein Vierteljahrhundert Chef von Instrumentalwettbewerb

Markneukirchen.

Eine traurige Nachricht hat in Markneukirchen die Runde gemacht: Gerhard Stöhr, von aller Welt nur Gerd genannt, eine der prägenden Musik-Persönlichkeiten der Stadt, lebt nicht mehr. Der ehemalige Kapellenleiter und langjährige Verantwortliche für den Internationalen Instrumentalwettbewerb ist vergangenen Donnerstag im Alter von 94 Jahren gestorben.

Über seine Heimat hinaus bekannt wurde der Vogtländer bereits als junger Mann: Im Jahr 1949 gründete er die Kapelle Gerd Stöhr und seine Rhythmiker - eine Tanzkapelle, die es als erste aus der Region ins Fernsehen schaffte und bis in die 1970-er Jahre in vielen Sendungen auftrat. Sängerin der Gruppe war Gertraude geborene Meier aus Wilkau-Haßlau. Sie wurde 1955 Gerd Stöhrs Frau. Aus der Ehe, die mehr als ein halbes Jahrhundert bis zu Traudels Tod im November 2017 währte, gingen zwei Söhne hervor.

Gerd Stöhr gehörte Anfang der 1950-er Jahre in Markneukirchen zu den Organisatoren einer vogtländischen Musikwoche. Was mit Geigern begann, mündete 1966 in den Internationalen Instrumentalwettbewerb, für den Stöhr erst ehrenamtlich, von 1975 bis 1990 hauptamtlich verantwortlich war. "Er war dem Wettbewerb auch danach verbunden, hat immer wieder den Kontakt gesucht, hat gerne Geschichten über den Wettbewerb erzählt und die Konzerte besucht, so lange er konnte", erinnert sich Carola Schlegel, die nach Gudrun Schmidt (bis 2010) Nachfolgerin von Gerd Stöhr als Wettbewerbschefin ist. (eso/hagr)

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