Treffen der Gilde in Schöneck

Nachtwächter und Türmer kommen ins Vogtland

Schöneck.

Vom 13. bis 15. August kommen die rund 30 Mitglieder der Deutschen Gilde der Nachwächter, Türmer und Figuren zu ihrem ostdeutschen Vereinstreffen erstmals ins obere Vogtland. Gastgeber ist der Schönecker Nachwächter Ralf Edler (Foto), der bereits seit 2009 Gäste durch die Stadt führt. Er wurde im vergangenen Jahr zum 2. Gildemeister gewählt und unternimmt inzwischen mit dem Schönecker Heimatverein auch abendliche Gruseltouren auf historischen Wegen. Seit zehn Jahren gehört Ralf Edler dem Verein an- Sechs Jahre davon hat er den Regionalbereich Ost geleitet und sich um die Belange der Mitglieder sowie des Vereins gekümmert.

Ursprünglich sollte das Treffen eingebunden sein in die Feiern zum Jubiläum 650 Jahre Stadtrecht, aber das große Schönecker Fest samt dem Tag der Vogtländer ist wegen der Probleme mit dem Coronavirus erst einmal auf 2021 verschoben. Das Vereinstreffen im kleinen Rahmen ist derzeit aber machbar.

Zum dreitägigen Programm gehören am 13. August ein Sagenabend mit dem Theaterdorf Zwota und der Gilde im Biergarten des Brauereimuseums. Am 14. August tagen die Vereinsmitglieder im Meiler, ehe sie durch die Stadt zum Rathaus ziehen, wo sie Bürgermeisterin Isa Suplie (CDU) empfangen wird. 20.30 Uhr startet wieder eine Gruseltour, die 22 Uhr mit der Geister- krönung am Rathaus ihren Höhepunkt finden soll. Am 15. August stehen dann noch die Besichtigung der Bierkeller und der alten Schönecker Schmiede im Programm.

Im Mittelalter war die Arbeit der Nachtwächter und Türmer lebenswichtig für eine Stadt. Heute bewahren allein im Osten der Bundesrepublik über 30 Nachtwächter die lokalen Traditionen und führen Einheimische und Touristen durch Straßen und Gassen. "Wir als Nachtwächter, Türmer und Figuren können voneinander lernen und profitieren, damit heimatliches Kulturgut nicht verloren geht", zeigt der Schönecker sein Anliegen auf. (tm)

Coronavirus: Unser Angebot zur Lage in Sachsen, Deutschland und der Welt

00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.