Turbo-Bau in Klingenthal: Grundstein für Oberschule gelegt

Der Baustart für das neue Gebäude ist am gestrigen Freitag symbolisch erfolgt. Der Termin für die Fertigstellung ist ambitioniert.

Klingenthal.

Der symbolische Grundstein für den Anbau einer Oberschule an das Schulzentrum auf dem Klingenthaler Amtsberg ist gelegt. Wenn weiter alles nach Plan läuft, soll der Komplex mit elf Klassenzimmern, zwei Fachkabinetten samt Vorbereitungsräumen sowie Werkraum, Multifunktionsraum und Arbeitsräumen für Schulleiter und Lehrer zum Schuljahresbeginn 2020/21 bezogen werden.

Den Anlass, zu dem viele Gäste gekommen waren, nutzte Bürgermeister Thomas Hennig (CDU) auch für einen Rückblick auf ein denkwürdiges Gespräch im Juli 2014 mit der damaligen Kultusministerin Brunhild Kurth (CDU). Diese war bei einem Besuch der Kindertagesstätte "Haus Sonnenschein" von der "Freien Presse" nach den Chancen einer Oberschule für Klingenthal befragt worden, ein Thema, das schon damals den Stadtrat bewegte. Ihre Antwort war eindeutig: Eine Neuauflage der 2005 geschlossenen Oberschule fände nicht die Zustimmung des Kultusministeriums in Dresden.


Aber in Klingenthal ließ man nicht locker. Am 10. Januar 2018 fasste der Stadtrat einstimmig den Beschluss zur Wiedereinrichtung einer Oberschule. Auch in Dresden begann mit Blick auf die Entwicklung im ländlichen Raum ein Umdenken. Im Mai 2018 erhielt Bürgermeister Hennig von Kultusminister Christian Piwarz (CDU) den Bescheid zur Betreibung einer Oberschule. Bis freilich am 13. August vergangenen Jahres die ersten beiden Klassen den Unterricht aufnehmen konnten, war in oft hitzigen Diskussionen noch manche Hürde aus dem Weg zu räumen. Thomas Hennig ließ es in seiner Rede anklingen.

Mit dem Abriss des alten Kohlebunkers und Erdarbeiten hat die Lengenfelder Recycling und Abbruch GmbH bereits wichtige Vorarbeiten für den Oberschul-Anbau geleistet. Die Baugenehmigung durch den Vogtlandkreis wird laut Andreas Günnel vom Klingenthaler Bauamt in den nächsten Tagen erwartet.

Die Rohbauarbeiten hat der Stadtrat an die Klingenthaler Firma Christian Krause Bauunternehmen GmbH vergeben, die dabei auch Subunternehmen aus der Region beschäftigen wird. 2,2 Millionen Euro sind als Kostenvolumen veranschlagt, davon kommen zwei Drittel aus dem Landesförderprogramm "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren", das restliche Drittel will die Stadt nach Hennigs Worten ohne Kreditaufnahme stemmen.

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