Über den Jakobsweg auf neue Pfade

Aus eigenen Erfahrungen als Pilger motiviert Physiotherapeut Ullrich Franke Patienten in Bad Elster.

Bad Elster.

Mit großem Interesse lauschen die Patienten, wenn Physiotherapeut Ullrich Franke in der Elsteraner Dekimed-Klinik einen Vortrag hält. Dabei berichtet er über seine abenteuerlichen Erlebnisse, die er als Pilger auf dem Jakobsweg gemacht hat und die zugleich für einen Wendepunkt in seinem Leben geführt haben. Im Sommer 2009 hat der Plauener vom Vogtland aus bis nach Santiago de Compostela in Spanien insgesamt 3000 Kilometer zu Fuß zurück gelegt. "In den viereinhalb Monaten habe ich drei paar Schuhe durchgelaufen, in einfachen Herbergen oder im Freien übernachtet. Der jüngste Pilger, den ich traf war erst 17 Jahre alt, der älteste eine Dame im Alter von 80 Jahren", sagt er. Dass sich Menschen auf den Jakobsweg machen, hat oft ganz verschiedene Gründe. Auch für den gelernten Tischler Ullrich Franke waren persönliche Lebensumstände ausschlaggebend: "Nach 20 Jahren musste ich meine kleine Galerie in Plauen wegen Insolvenz schließen". Das Pilgern auf dem Jakobsweg führte ihn auf einen neuen Weg in seinem Leben. "Irgendwann habe ich begonnen, unterwegs nach anstrengenden Märschen entspannende Fußmassagen anzubieten, die tatsächlich richtig gut taten", blickt er zurück. Als er sein Ziel erreichte, war ihm klar, die alten Pfade verlassen zu können. Wieder im Vogtland zurück, entschloss er sich für eine dreijährige Ausbildung an der Medfachschule in Bad Elster und eröffnete eine eigene Praxis in Plauen. Als Freiberufler ist er außerdem als Physiotherapeut in der Elsteraner Klinik beschäftigt.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...