Unbekannter zerrt Kind in Auto

Wegen des Versuch der Freiheitsberaubung ermittelt die Polizei in Lengenfeld. Es ist bereits das zweite Mal binnen kurzer Zeit, dass im Bereich der Polizeidirektion Zwickau Derartiges passierte.

Lengenfeld.

Ein elfjähriger Junge wurde am Nachmittag des vergangenen Freitags in Lengenfeld von einem unbekannten Mann in einen Wagen gezogen. Das Kind konnte sich jedoch durch eine der hinteren Türen aus dem Auto befreien und nach Hause rennen. So schilderte die Polizei nach ihren ersten Erkenntnissen das Geschehen in Lengenfeld. Die Beamten der Zwickauer Kriminalpolizei ermitteln nun wegen des Versuchs der Freiheitsberaubung und hoffen dabei auch auf die Hinweise von Zeugen.

Nach den ersten Erkenntnissen der Polizei war es am Freitag gegen 13.25 Uhr auf der Hauptstraße vor dem Hausgrundstück 17 zu einer Auseinandersetzung zwischen dem elfjährigen Jungen und dem unbekannten Fahrer des hellroten Wagen gekommen. Der Junge war zuvor von dem Mann angesprochen worden, schilderten die Beamten. Danach wurde der Elfjährige in das Auto gezogen. Nachdem der Junge fliehen konnte und bei den Eltern angekommen war, hatten die Eltern die Polizei verständigt. Das Kind wurde nicht verletzt. Der Autofahrer soll von untersetzter Statur gewesen sein. Er trug braune gegelte Haare und hatte das Gesicht verdeckt. So gibt die Polizei das Aussehen des Verdächtigen an.


Ein Fall versuchter Entführung eines Kindes, der sich am 11. April in Mülsen St. Jacob bei Zwickau ereignete, hatte dort ebenfalls für großes Aufsehen gesorgt. Eine heiße Spur habe die Polizei in dem Mülsener Fall jedoch noch nicht, sagte unlängst Polizeisprecher Christian Schünemann. Damals war eine 13-jährige Schülerin gegen 6.30 Uhr auf der Straße von einem unbekannten Mann gepackt, in den Laderaum eines weißen und im hinteren Teil fensterlosen Lieferwagens gesperrt und entführt worden. Nach wenigen Minuten stoppte der Wagen auf einem Feld, wo der Unbekannte die Schülerin aus dem Laderaum holte. Unter Schlagen und Treten gelang es ihr, sich loszureißen und zu flüchten. Die Polizei hatte dort ebenfalls um Hinweise gebeten. Schünemann berichtete, dass etwa 140 Hinweise eingegangen sind. "Darüber freuen wir uns. Wir gehen grundsätzlich allen Hinweisen nach, was einige Zeit in Anspruch nimmt und in diesem Fall noch nicht abgeschlossen ist." Nach dem Täter werde weiter gefahndet. Die 13-Jährige nimmt wieder am Unterricht in ihrer Oberschule teil. Sie werde bei Bedarf von einer Schulpsychologin betreut, gab der dortige Schulleiter Auskunft. Die Kriminalpolizei ist unter Telefon 0375 428 4480 zu erreichen.

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