Unternehmen aus dem Oberland für Innovationen ausgezeichnet

Bereits zum 15. Mal hat der Rotary-Club einen Innovationspreis verliehen. Die Gewa aus Adorf und IK Elektronik aus Muldenhammer waren unter den Geehrten.

Adorf/Muldenhammer.

Der Abend begann dramatisch. Auf dem Akkordeon spielten junge Musiker zur Begrüßung die Titelmelodie des weltbekannten TV-Dramas Game of Thrones. Doch um Königsmorde ging es nicht bei der 15. Verleihung des Innovationspreises des Rotary-Club Plauen im Haus der IHK Plauen. Stattdessen wurden Studierende und erstmals auch Unternehmen ausgezeichnet, die sich mit innovativen Arbeiten hervorgetan haben.

"Wir wollen damit nicht nur die innovativsten Unternehmen auszeichnen, sondern andere auch motivieren", sagte Tobias John vom Verein Südwestsachsen Digital. Ein Preis ging an MG Systems aus Plauen. Die Firma entwickelt Systeme, die Bestellprozesse aus Onlineshops digital begleiten. So werden darüber Roboter gesteuert, Verpackungen an die Produkte angepasst oder Laufzettel für die Mitarbeiter erstellt. Tizian Lederer von MG Systems war überrascht: "Wofür wir hier ausgezeichnet werden, ist eigentlich unser Alltag." Ebenfalls ausgezeichnet wurde Gewa Music aus Adorf. Das Unternehmen entwickelt eigentlich klassische Musikinstrumente. Doch daneben haben die Adorfer auch ein digitales Schlagzeug entwickelt. Im Gegensatz zu normalen Schlagzeugen können bei der Neuentwicklung Töne direkt an einem angeschlossenen Tablet verändert werden. Mehr als drei Jahre lang hat das Unternehmen daran geforscht. "Für die Entwicklung und Tests haben wir auch gut mit Firmen aus der Region zusammengearbeitet", sagte Dennis Pelz von Gewa Music.

Den ersten Platz des erstmals verliehenen Preises erhielt die IK Elektronik aus Muldenhammer. Das Unternehmen entwickelt ein funkbasiertes System für Stromnetze. Dabei werden Stromerzeugung, -speicherung und -verbrauch miteinander in einem intelligenten Netz verbunden und aufeinander abgestimmt. Versorgungssicherheit und Netzstabilität sollen so erhöht werden. "Das Thema Energiewende spielt derzeit eine große Rolle. Deshalb wollen wir das System immer weiter entwickeln", kündigte Christian Becker von IK Elektronik an. Die Jury wählte das Projekt auch deshalb, weil es bereits erfolgreich getestet wurde - mit 50 Musterexemplaren in Berlin.

Tim Jarschel von der Westsächsischen Hochschule Zwickau wurde mit dem zweiten Preis unter den Studierenden ausgezeichnet. In seiner Bachelorarbeit beschäftigte er sich mit dem Thema Big Data. So werden die gigantischen Datenmengen genannt, die täglich im Internet anfallen. Welchen Nutzen Unternehmen daraus ziehen können, das zeigte Jarschel in seiner Arbeit auf. So kann darüber auch das Verhalten von Kunden vorhergesagt werden.

Katharina Schiller von der Fachhochschule Hof erhielt für ihre Bachelorarbeit den ersten Preis. Sie beschäftigte sich mit einer möglichen App, die quasi als Navigationssystem für Geschäfte dient. Nicht nur könnten Kunden so auf bestimmte Produkte gelenkt werden und schneller das finden, was sie suchen. Unternehmer könnten mit solch einer App auch besser lernen, wie Kunden sich im Laden verhalten.

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