Verband investiert in Kläranlagen

Modernisierungen in Plauen und Oelsnitz

In die Modernisierung der Kläranlagen Plauen und Oelsnitz steckt der Zweckverband Wasser und Abwasser Vogtland (Zwav) dieses Jahr eine Millionensumme. 1,6 Millionen Euro fließen in die Kläranlage Oelsnitz. Dort wird neue Technik zur Schlammentwässerung installiert. Es handelt sich dabei um eine Art Zentrifuge: "Durch Fliehkräfte wird das Wasser nach außen gedrückt", erläutert Zwav-Geschäftsführer Henning Scharch. Mit der Technik kann Wasseranteil im Schlamm reduziert werden, um ihn transportfähig zu machen. Der Klärschlamm wird unter anderem zum Kraftwerk Boxberg transportiert und dort verbrannt. Neue Technik zum Herauslösen des Phosphates aus dem Abwasser erhält die Kläranlage Plauen. 763.000 Euro sieht der Verband dafür vor. "Pumpen, Dosieranlagen, Hightech", umreißt Scharch. Die mit 854.000 Euro größte Investition im Bereich Abwasser setzt der Zwav aktuell in Rodau (Gemeinde Rosenbach) um. Dort wird das Kanalnetz (Abwasser und Trinkwasser) samt Kläranlage fertiggestellt. Es handelt sich dabei um die letzte der sogenannten Mehrkostenmaßnahmen im Vogtland, die seit 2009 im Vogtland umgesetzt wurden: Anlieger schießen Geld aus eigener Tasche zu, um eine Zentrallösung möglich zu machen. Weitere Großbaustellen gibt es mit der Paul-Popp-Straße in Falkenstein (540.000 Euro) und der Gartenstraße Oelsnitz (350.000 Euro). Rund 20 Millionen Euro investiert der Zwav insgesamt 2020. (tb)

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