Versprechen für Turbo-Internet: Bad Elster bald Gigabit-Stadt

Beim Neujahrsempfang in Bad Elster hat der Versorger Eins seine Pläne für die Kurstadt vorgestellt. Es geht um schnelles Internet, aber auch das Fernheizwerk.

Bad Elster.

Mit einem starken Versprechen hat Jens Kliemt, Leiter Innovative Geschäftsfelder beim Versorger Eins, beim Neujahresempfang der Stadt Bad Elster aufhorchen lassen. Demnach soll die Versorgung der Stadt und ihrer Ortsteile mit schnellem Internet nach jahrelanger Vorbereitung jetzt rasant realisiert werden. "Bad Elster wird zur Gigabit-Stadt", sagte Kliemt und nannte das Jahr 2022, in dem diese Geschwindigkeiten erreicht werden. 4,8 Millionen Euro Fördermittel stehen dafür in Bad Elster für zwei Bauetappen bereit.

Eine Bauetappe betrifft die bislang unterversorgten Bereiche in Bad Elster mit den Ortsteilen, Bärenloh, Reuth sowie Adorf. 250 Haushalte und 25 Unternehmen erhalten einen Glasfaseranschluss. 32 Kilometer Glasfaser werden dafür verlegt. Die Bauphase soll im dritten Quartal dieses Jahres beginnen. Im gleichen Zeitraum wird sich auch die Situation in Sohl und Mühlhausen verbessern. 40 Haushalte kommen hier ans Netz. 21 Kilometer Glasfaserkabel werden hierfür verlegt. Betroffene Einwohner werden jeweils gesondert informiert.

Die Erschließung der aktuell unterversorgten Gebiete mithilfe von Fördermitteln sei dabei ein Schritt, betonte Kliemt. Auf Basis dieses Netzes könnten dann auch weitere Häuser durch den Versorger eigenwirtschaftlich angeschlossen werden.

Eine Zusage gab Jens Kliemt auch für den langfristigen Erhalt des Fernheizwerkes ab. Demnach soll zuerst das in die Jahre gekommen Dampfleitungsnetz auf Vordermann gebracht werden. Der Wärmeverlust im Netz betrage aktuell 25 Prozent. Das sei zu viel. Mit der Umstellung auf ein Heißwassernetz in den nächsten Jahren soll mehr Effizienz erzielt werden. Das Fernheizwerk selbst werde ab 2030 grundlegend modernisiert. Wie das konkret aussieht, sei derzeit noch offen. "Wir rechnen mit einem Technologiesprung. Auch politische Vorgaben sind mitentscheidend", so Kliemt.

Mehr als 200 Gäste nahmen an der Veranstaltung im Königlichen Kurhaus teil.

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