Vogtländischer Liberaler: "Ich war sprachlos"

Torsten Schnurre (FDP) aus Bad Brambach war live dabei, als am Mittwoch Thomas Kemmrich (FDP) zum neuen Ministerpräsidenten von Thüringen gewählt wurde. Er arbeitet seit 2017 für den neuen Regierungschef.

Bad Brambach/Erfurt.

Den großen Knall im Erfurter Landtag hat Torsten Schnurre (Foto) aus Bad Brambach live erlebt. Er war dabei, als am Mittwoch Thomas Kemmerich mit den Stimmen von FDP, CDU und AfD zum neuen Ministerpräsidenten gewählt wurde. Kemmerich ist sein Chef. Seit 2017 arbeitet der 36-jährige Vogtländer im Büro des liberalen Bundestagsabgeordneten. Erste Reaktion: "Ich war sprachlos. Das war für mich sehr überraschend, damit hatte keiner gerechnet. Innerlich hatte ich schon einen Haken dran gemacht, als im dritten Wahlgang 44 Stimmen für Bodo Ramelow verkündet worden. Ein guter Erfolg wäre schon gewesen, wenn wir die 26 Stimmen der CDU und der FDP erhalten hätten", sagt Schnurre. Er verneint Absprachen hinter den Kulissen für Kemmerich, mit dem er einige Jahre im Erfurter FDP-Kreisvorstand saß. Kritik übte er an Thüringens Linken-Chefin Susanne Hennig-Wellsow, die Kemmerich nicht gratulierte, sondern einen Blumenstrauß vor die Füße warf. Ob Schnurre künftig stärker in Erfurt gebraucht wird, weiß er noch nicht. In Bad Brambach habe er viel zu tun, um seine Themen voranzubringen, sagt er. Im Kurort ist Schnurre seit 2019 Gemeinderat und kandidierte 2018 für das Bürgermeisteramt. (hagr)


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