Voigtsberger Burggut wird vor Abriss dokumentiert

Oelsnitz nimmt Geld für Abbruch aus 2019 geplanter Straßensanierung - Gartenstraßen-Bau weiter 2020 im Visier

Oelsnitz.

Die Stadt Oelsnitz schaufelt Geld im Haushalt um, damit sie den Abriss des Burggutes im Stadtteil Voigtsberg stemmen kann. Die als Eigenanteil nötigen 32.000 Euro stammen aus der dieses Jahr geplanten, nicht stattgefundenen Deckensanierung Gartenstraße - der Stadtrat folgte dem Vorschlag der Verwaltung. Dies bedeutet nicht, dass der lange geplante Bau der Gartenstraße flach fällt, stellte Stadtbaumeisterin Kerstin Zollfrank klar. Die Gemeinschaftsmaßnahme der Kommune mit Abwasserzweckverband und Stadtwerken soll nächstes Jahr stattfinden. Der Burggut-Abriss, der am 30. Oktober im Stadtrat vergeben werden soll, war im Doppelhaushalt 2019/20 nicht eingeplant. Denn die von der Stadt gewählte Variante - ein juristisch abgesichertes Rückbaugebot, das der Eigentümer dulden muss - ergab sich erst kurzfristig. Der in Bayern lebende Besitzer hat dem Abbruchbescheid nicht widersprochen, der Bescheid ist laut Zollfrank rechtskräftig. "Wir können sofort loslegen", betont sie.

Vor dem Abriss muss das Burggut dokumentiert werden, eine Auflage des Denkmalschutzes. Hier ist Frank Gündel vom Rathaus intensiv tätig geworden, lobt Zollfrank. Im Oktober steht noch die Messbildfotografie an. Dabei wird unter anderem das Herrenhaus des Guts aus einem Abstand von fünf, sechs Metern mit Blick auf die Fassade ins Visier genommen und das Gebäude per Drohne überflogen. Dazu rückt ein Vermessungsbüro an - nur ein Fotograf, mit dem Zollfrank anfangs liebäugelte, reicht dafür nicht aus. (hagr)

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