Voigtsberger Schlossweihnacht gibt es 2020 so nicht

Oelsnitzer Kulturgesellschaft will Alternative anbieten - Jacobs Weihnachtswelt plant fest mit der Adventssaison

Oelsnitz/Wohlhausen.

Die historische Schlossweihnacht auf der Voigtsberger Burganlage wird es dieses Jahr am vierten Adventswochenende im gewohnten Bild nicht geben. Die Oelsnitzer Kultur GmbH bastelt bis Ende Oktober an einer Coronaalternative am gleichen Ort. "Ich finde, wir sollten etwas anbieten. Nicht des Anbietens Willen oder um Geld zu verdienen, sondern weil Weihnachten ist", erklärt Daniel Petri, Geschäftsführer der Oelsnitzer Kultur GmbH. Bislang lebte der Markt von Enge, Mittelalterflair und der Schlemmermeile im Burggraben - alles, was dieses Jahr mit Coronaauflagen ganz schwierig wird. Was bleibt dann noch vom Weihnachtsmarkt, wirft der Oelsnitzer OB Mario Horn (CDU) eine Frage auf. Er persönlich zweifelt, ob ein innenstädtischer Weihnachtsmarkt mit Maske, Einzäunung, Listen zur Kontaktverfolgung, Wegen im Einbahnstraßensystem und untersagten Unterstandsgelegenheiten Sinn mache.

"Wir fahren aktuell auf Sicht. Und die Sicht ist nicht weit", beschreibt Ronny Jacob von der Jacobs Weihnachtswelt in Wohlhausen die Situation. Es laufen auf dem zwei Hektar großen, eingezäunten Gelände die Vorbereitungen für die Adventssaison, die am 23. November - dem Montag nach Totensonntag- beginnen soll. Ein Hygienekonzept ist aufgestellt, Absprachen mit Behörden finden statt. Aussagen über Wie und Was seien derzeit kaum sinnvoll, macht der Familienbetrieb deutlich. Im oberen Vogtland gibt es derzeit vier bestätigte Absagen von Weihnachtsmärkten: der Bornkinnelmarkt in Klingenthal, die Märkte in Zwota und Tannenbergsthal und das Adventsfest Bad Elster. Viele andere Märkte und Feste wackeln. (hagr)

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