Volkssolidarität übernimmt: Neustart für Familienzentrum

Seit Mai war die Einrichtung in Markneukirchen geschlossen, jetzt geht es weiter. Wie eine neue Struktur ermöglicht, dass Bewährtes erhalten werden kann.

Markneukirchen.

Der beliebte Familientreff in Markneukirchen ist wieder offen. Nachdem die Einrichtung seit Mai geschlossen war, konnten nun neue Strukturen geschaffen werden - und ihren Fortbestand sichern.

Das Familienzentrum, welches bisher als eigenständiger Verein tätig war, befindet sich jetzt in Trägerschaft des Vereins Volkssolidarität/Soziale Dienste Oberes Vogtland und konnte mit diesem Schritt aus einer misslichen Lage befreit werden. Denn nachdem die langjährige Chefin Kathrin Schmutzler aus gesundheitlichen Gründen im Frühjahr ihre Position zur Verfügung stellte, konnte kein Nachfolger gefunden werden. Nun ist die 53-Jährige wieder an Bord - sie ist die alte und neue Leiterin der Einrichtung. "Ich musste im Frühjahr aufhören, weil ich die umfangreiche Arbeit nicht mehr geschafft habe. Jetzt wird mir einiges abgenommen. Besonders viele bürokratischen Dinge, die ich zusätzlich erledigen musste, übernimmt die Volkssolidarität. Das alles neben der Arbeit mit den Menschen, selber zu händeln war nicht einfach für mich. Jetzt habe ich mehr Luft", so Kathrin Schmutzler, die dadurch jetzt beim Verein der Volkssolidarität angestellt ist.

Die Angebote des Familientreffs haben sich nicht wesentlich geändert. Die Einrichtung soll nach wie vor ein Ort der Begegnung junger Eltern sein, deren Kinder verschiedene Beschäftigungsangebote vorfinden. Die Nachmittage für Kindergeburtstage und Bastelstunden soll es weiterhin geben, auch für die offene Krabbelgruppe stehe die Türe offen. Der Große Basar soll ebenfalls kommendes Frühjahr wieder stattfinden. Die Chefin freut sich: "Ich bin froh, dass eine Lösung zur Fortführung gefunden wurde. Ich bin wieder motiviert und kann mich jetzt voll auf die Arbeit mit den Menschen konzentrieren."

Gemeinsam mit der Stadt hatte das Familienzentrum versucht, einen Weg zu finden um die Einrichtung an der Straße des Friedens 11 am Leben zu erhalten. Mit der Volkssolidarität wurde eine optimale Lösung gefunden. "Es werden auch neue Möglichkeiten geschaffen, zum Beispiel lassen sich jetzt einfacher Fördermittel für die Familienarbeit beantragen", so Bürgermeister Andreas Rubner (parteilos).

Welchen Stellenwert das Familienzentrum hat, zeigt sich auch darin, dass viele sich an der Arbeit von Kathrin Schmutzler und ihren beiden ehrenamtlichen Mitarbeitern beteiligen. So erhielt sie am Montag von der Volkssolidarität einen Scheck von 2000 Euro. Laut Manfred Gerhardt, Vorstandsvorsitzender der Volkssolidarität Sozialer Dienst Oberes Vogtland, stammt das Geld von Sponsoren, denen viel am Familienzentrum liegt. Auch die Stadt Markneukirchen will wie bisher für den Betrieb der Einrichtung 12.000 Euro zuschießen.

Geöffnet ist das Familienzentrum in Markneukirchen dienstags von 9 Uhr bis 13 Uhr. Donnerstags und freitags jeweils von 14 Uhr bis 18 Uhr.

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