Wandern mit Musik und ohne Grenzen

Der Aussichtsfelsen Hoher Stein/Vysoky kámen trägt nun eine Informationstafel - eine Kopie der Arbeit von 1927. Die war letztes Jahr gestohlen worden.

Hoher Stein/Vysoky kámen.

Viele Wege führen zum Hohen Stein/ Vysoky kámen. Das wusste schon der Oelsnitzer Paul Apitzsch, der in seinem mehrfach aufgelegten Buch "Wo auf hohen Tannen- spitzen..." allein elf mögliche Touren beschrieben hat.

Gestern hatten sich über 200 Wanderfreunde aus Richtung Klingenthal, Erlbach und Schönbach/ Luby auf den Weg zum Aussichtsfelsen gemacht - eine grenzüberschreitende Sternwanderung, die wieder einen besonderen Grund hatte. War es im vergangenen Jahr die Wiedereinweihung einer Kapelle beim Felsen, so wurde gestern die Kopie einer Informationstafel von 1927 offiziell eingeweiht. Der in die Jahre gekommene kupferne Vorgänger, damals gestiftet vom Erzgebirgsverein Graslitz, war geklaut worden.

Die Idee für eine Neuanschaffung sei bei einer Radtour zum Felsen geboren worden, erzählte der Erlbacher Ortsvorsteher André Worbs (Freie Wähler). Die Realisierung des Vorhabens wurde zu einem Projekt mit Partnern beiderseits der Grenze, das vor allem von der Firma Bang Kransysteme aus Oelsnitz unterstützt wurde.

"Dass auch in diesem Jahr wieder über 200 deutsche und tschechische Wanderer gekommen sind, ist ein Zeichen für die gute Zusammen- arbeit und die touristische Bedeutung, die der Aussichtsfelsen genießt", machte Worbs deutlich. Unter den Wanderern konnte er auch den Markneukirchner Bürgermeister Andreas Rubner (parteilos), den Zwotaer Ortsvorsteher Hans Schlott (CDU) und Alt-Bürgermeister Hans Kreuzinger aus Schönbach/Luby begrüßen.

Dass es der Markneukirchner Gebirgsverein war, der 1880 die erste hölzerne Aussichtsplattform auf dem Hohen Stein errichtete - davon berichtete der Markneukirchner Historiker Werner Pöllmann, der sich dabei auf Erinnerungen des früheren Markneukirchner Stadtbaumeisters Mothes stützte.

Für ein besonderes Flair auf dem Gipfel sorgten gestern die Sängerinnen vom Frauenchor Schönbach/Luby: A-Capella-Gesang und Sonnenschein, umrahmt von einem wunderbarem Ausblick auf das obere Vogtland und das Egerland. Nicht umsonst soll der Hohe Stein eine Station des Elstergebirgs-Kammweges sein, dessen Reaktivierung derzeit vom Tourismusverband Vogtland und dem Vogtlandkreis geprüft wird.

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