Warntag: Es bleibt teilweise still im Vogtland

Im Vogtland sollten 275 Sirenen Ton abgeben - Leute teilweise irritiert

Klingenthal/Schöneck/Auerbach.

Unterschiedliche Erfahrungen haben die Vogtländer beim bundesdeutschen Warntag am Donnerstagmittag gemacht. Manche Plauener wollten zum angekündigten Termin, um 11 Uhr, den schon lange nicht mehr vernommenen Sirenenton auf sich wirken lassen, doch nichts ist passiert. Nur am Stadtrand und in einzelnen Ortsteilen wurden entfernte Alarmtöne wahrgenommen. Nach Aussage von Steffen Kühnert vom Zwickauer Feuerwehramt, das für den Warntag im Vogtlandkreis und im Landkreis Zwickau zuständig ist, habe die Stadt Plauen keine Sirenen mehr. Weshalb nicht, entziehe sich seiner Kenntnis - doch üblich sei dies ganz und gar nicht. Lediglich in den Ortsteilen Kauschwitz, Schöpsdrehe, Stöckigt, Thiergarten, Straßberg, Steinsdorf, Alt-Chrieschwietz und Röttis seien noch Sirenen vorhanden. Diese hätten laut und deutlich ausgelöst, so Kühnert.

Auch in Klingenthal, Auerbach und Reichenbach heulten die Sirenen zum Beispiel. In Schöneck war wiederum kein Ton zu hören. Auch bei den Warn-Apps Nina und Katwarn zeigt sich ein diffuses Bild. Bei manchen gab es keinen Alarm, andere berichten von zwanzigminütiger Verspätung. Stellungnahmen der Behörden liegen noch nicht vor. Es hatte übrigens bundesweit Probleme gegeben. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hat bereits technische Probleme eingeräumt. "Auch wir haben uns gewundert, dass bei Nina nichts passiert ist", so Steffen Kühnert. Er zeigte sich mit dem Warntag in seinem Zuständigkeitsbereich zufrieden. 275 Sirenen im Vogtland und rund 230 im Zwickauer Land sollen angesprungen an. Der nächste Warntag ist für den 9. September 2021, wieder ein Donnerstag, geplant. (ur/sasch)

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