Was für ein Festwochenende!

Adorf hat sein 725-jähriges Bestehen gefeiert. Die "Freie Presse" war mit dabei - und buchstabiert die Adorf-Fete.

Adorf.

Die Stadt der Lobels war drei Tage lang im Feierrausch. Am Samstag kamen Gäste aus dem ganzen Vogtland zu Besuch und gestern erlebten die Besucher den Höhepunkt bei der 725-Jahr-Feier. Etliche Adjektive ließen sich finden, um die ausgelassene Stimmung und das vielfältige Treiben zu beschreiben. "Freie Presse" nennt fünf Beispiele.

A wie akustisch: Es war laut in Adorf, was nicht nur am Festumzug am Samstag lag. Auf den drei Bühnen auf dem Markt, an der Turnvater-Jahn-Halle und an der Johanniskirche gaben sich Musiker im 20-Minuten-Rhythmus das Mikrofon in die Hand und bis in die Nacht hinein konnte das Tanzbein geschwungen werden. Ob Folklore mit Spillfolk, Oldies mit Unerhört oder Blasmusik vom Adorfer Orchester - jeder musikalische Geschmack kam zu seinem Recht. Gleichzeitig mit der Stadt konnte der Musikverein Adorfer Blasmusikanten sein Jubiläum feiern: Gründung vor 60 Jahren. Zu den Mitgliedern der ersten Stunde gehört Werner Meinel, der das Orchester seit vielen Jahren künstlerisch leitet. Ein Fest in Adorf oder den Ortsteilen ohne die Adorfer Blasmusikanten? Kaum denkbar. Sie sind ein Pfeiler im kulturellen Leben der Stadt und bewiesen es auch mit den Auftritten am Wochenende.

D wie dramatisch: Die Hochseilartistik der Geschwister Weisheit war ohne Zweifel absoluter Höhepunkt am gestrigen Tag. Beim bloßen Hinsehen wurde es einem schon schwindelig, wie scheinbar mühelos und akrobatisch sie über das nur 18 Millimeter starke Stahlseil Rad fuhren, balancierten, darauf Spagat machten und sich zu Pyramiden formierten. Gleich dreimal traten die Geschwister auf und immer stockte den Zuschauern der Atem, schauten sie hinauf mit offenen Oooh- und Aaamündern.

O wie originell: Eine Kugel Eis in die Tüte und gut - das kommt uns nicht in die Tüte. Dachten sich Ute Dobritzsch und die Mitarbeiterinnen im Café am Markt, setzten sich zusammen und kreierten eigens zum Jubiläum und mit dem Markenzeichen von Adorf eine spezielle Leckerei: Perlmutteismuschel. Eine Kugel Sahneeis mit Mangosauce und einem Klacks Schlagsahne, als Krönung eine Schokokugel handbesprüht mit Perlmuttfarbe, angerichtet auf einer Muschel. Allein optisch eine Verführung. Wie Ute Dobritzsch sagte, wird die Perlmutteismuschel auch künftig auf der Menükarte stehen.

R wie rückschauend: Schon beim Festumzug am Samstag bekam das Bild "Besiedlung von Adorf" viel Beifall von den Schaulustigen, weil es einen kleinen Einblick von den Anfängen der Stadt vermittelte. Am Gelände an der Johanniskirche ging es das ganze Wochenende über praktisch zu. Auf dem Mittelaltermarkt wurde das Leben vor 725 Jahren nachgestellt, zeigten Handwerker wie Gerber, Seiler und Schmied ihr Können, traten Fakire und Feuerspucker auf.

F wie familienfreundlich: Wie alle Vereine und Einrichtungen der Stadt trugen auch die Schulen und Kitas zum Gelingen des Festwochenendes bei, nicht nur an zahlreichen Ständen mit dem Verkauf von Kuchen und Getränken. Dichtes Gedränge herrschte bei den Auftritten der Kinder und speziell für sie war vor der Grundschule ein großes Familienzentrum eingerichtet. Hier gab es genügend Gelegenheiten zum Basteln, Malen, Spielen und Herumtollen auf der Hüpfburg.

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