Was René Buze als Stadtchef anpacken will

Kandidat zur OB-Wahl in Oelsnitz stellt sein Wahlprogramm vor

Oelsnitz.

"Fasse dich kurz!" prangt als Spruch am Tresen des Pub Church Hill in Oelsnitz. René Buze, Kandidat für die Oberbürgermeisterwahl am 17. März, hat ihn am Mittwochabend ignoriert - weil es aus seiner Sicht viel zu sagen, zu tun und zu verbessern gibt in Oelsnitz. Für den 47-Jährigen heißt das auch, keine Zeit zu verlieren: Einen Tag nach Zulassung als Kandidat stellte er sein Wahlprogramm mit dem Arbeitstitel "Oelsnitz/Vogtland 2026" in der Gaststätte vor Mitgliedern des Gewerbeverbandes Oelsnitz vor.

"Es ist an der Zeit und notwendig, die Führung zu übernehmen", sagt Buze nach einigen Jahren im Stadtrat in Opposition zur regierenden CDU. Besonders treibt Buze die schwierige Finanzlage der Stadt um. Nach aktueller Planung bis 2021 sind die liquiden Mittel der Stadt fast weg. "Wir fangen immer neue Bauprojekte an, die eigentlich gar nicht durchfinanziert sind. Finanzielle Schnellschüsse, die die Stadt in Schwierigkeiten bringen, wird es mit mir nicht geben", betonte Buze.

Als knallharter Sanierer will sich der verheiratete Vater einer Tochter aber nicht geben. Durch die Umsetzung eines Personalkonzeptes in der Verwaltung - ohne Entlassungen - erwartete René Buze Einsparungen im sechsstelligen Bereich. Die Verwaltungen der städtischen Dienstleistungstöchter will der OB-Kandidat zusammenlegen. Umstrukturieren bringt viel, ist er überzeugt - und kündigte an, ein zusätzliches Amt für Wirtschaftsförderung, Kultur, Sport und Tourismus zu etablieren. Dies soll ein bislang fehlender Ansprechpartner für Gewerbetreibende wie Vereine sein. Zur Belebung der Innenstadt schlug er vor, dass Touristinfo und Bürgerbüro der Stadtwerke ins Zentrum, am besten neben das Rathaus ziehen. Er kann sich zudem vorstellen, dass der Gewerbeverband in die Organisation des Sperkenfests oder eines dann neuen Weihnachtsmarkts einsteigt.

Von Kinderarzt-Ansiedlung bis Feuerwehrausstattung, von Umprofilierung der Wohnungsbaugesellschaft bis Sauberkeit und generelle Außendarstellung der Stadt ließ René Buze kaum ein Thema aus. Bei Nachfragen blieb er jedoch mehrfach im Allgemeinen.

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