Weiterer Leerstand droht: Stadt-Galerie sucht neue Mieter

Eines der größten Geschäfte des innerstädtischen Einkaufszentrums zieht aus. Das Management verhandelt mit potenziellen Nachmietern. Dabei gibt es Favoriten.

Plauen.

Die Plakate kleben am Schaufenster, die letzte Runde ist angebrochen: Der in die Krise geratene Modehändler K & L räumt bis September sein Kaufhaus in Plauen. Es ist eine der größten Flächen in der Stadt-Galerie. Knapp 1600 Quadratmeter groß, dehnt sich das Geschäft über zwei Etagen aus. Wer danach dort einzieht, steht nicht fest.

"Wir verhandeln mit mehreren Kandidaten, die in Frage kommen", sagt Harald Boll. Er ist beim Immobilienunternehmen ECE, dem auch die Stadt-Galerie gehört, Regionalverantwortlicher für den Osten. Zum Jahresbeginn war bekannt geworden, dass sich K & L im Zuge seiner Sanierung nach 15 Jahren von der Plauener Filiale trennt.

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Die Verhandlungen mit potenziellen Nachmietern laufen seit geraumer Zeit, so Boll. ECE habe zwei Branchen im Auge: Mode und Sport. Die Auswahl sei begrenzt, da andere Sparten, die für diese Größe in Frage kämen, besetzt sind. "Wir haben bereits ein Kleinpreiskaufhaus, eine Buchhandlung und Unterhaltungselektronik", sagt Boll. Ein zweites Geschäft der kleinen Preise, wozu Woolworth zählt, sei im Spektrum nicht vorgesehen.

Zu Gerüchten, wonach ein Outletbetreiber Interesse habe, wollte sich Boll nicht äußern: "Wir nennen erst Namen, wenn sich die Partner einig sind." Leer steht in dem Plauener Center aktuell ein Geschäft im Untergeschoss und ein Laden im Obergeschoss, aber der Fokus liege darauf, die Fläche von K & L zu vermieten, "am liebsten nahtlos".

Den Druck, der aufgrund des Internetgeschäfts, auf der Bekleidungsbranche lastet, spüre ECE in Plauen nicht. "Wir sind in diesem Bereich gut vermietet", sagt Boll, räumt allerdings ein, dass man den Druck bei der Entwicklung einzelner Ketten sehen könne.

In zwei Jahren steht das Center vor einer Umstrukturierung, da dann mehrere Mietverträge auslaufen. Dann werde geschaut, wohin die Entwicklung gehe. Es könnte in Zukunft weniger Mode, dafür aber einen Spielzeugladen geben. Eine Branche, die gut laufe in den Einkaufszentren von ECE.

Was in Plauen gut funktioniere, sei das Geschäft mit der Gesundheit. Dazu zählt Boll unter anderem Drogerie, Gesundheit, Apotheke und Optiker. Auch bei den Dienstleistungen spricht er davon, dass man die Sparte aufgrund guter Nachfrage optimieren könne. Die Gastronomie habe man bereits gestärkt, weil die Kunden Bedarf hatten. Die Eröffnung des Landratsamts in der Innenstadt mache sich bemerkbar. "Die Kundenfrequenz bei uns ist nahezu gleichbleibend", so Boll.

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