Wenig Umsatz wegen Corona: Bad Elster fehlen die Gäste

Bei den Inhabern von Geschäften am Badeplatz im Kurort wirken sich die Pandemie-Bestimmungen spürbar negativ auf den Umsatz aus. "Freie Presse" hat bei einigen nachgefragt.

Bad Elster.

Normalerweise herrscht in der Ladenstraße am Badeplatz reges Treiben, erst recht, wenn das Wetter danach ist: vor den Geschäften flanieren, einkehren und etwas kaufen, ein Mitbringsel, Buch oder etwas anderes, das gefällt. Zurzeit jedoch sieht es vor und in den Geschäften ganz anders aus, was allerdings nichts mit dem Wetter zu tun hat.

In Bad Elster fehlen wegen der Corona-Vorschriften die Gäste, haben die Pensionen und das Hotel König Albert Belegungsverbot, herrscht leider auch im Theater kulturell tote Hose. Dieser Zustand macht den Geschäftsinhabern seit Anfang November schwer zu schaffen. Einige haben sich deshalb für veränderte oder verkürzte Öffnungszeiten entschieden, hoffen, dass möglichst bald wieder so etwas wie Normalität in den Alltag einzieht.

Dagmar Sachse, Buchhandlung: "Seit 30 Jahren habe ich das Geschäft, aber so etwas gab es bisher nie. Es ist ganz deutlich zu spüren, dass kaum Tagesgäste in Bad Elster sind, und auch die Laufkunden fehlen. So schlimm wie im April und Mai ist es aber nicht. Trotzdem muss ich zusehen, dass wir irgendwie durchkommen. An den Öffnungszeiten halte ich erst einmal fest. Hoffentlich wird es bald wieder normal."

Dierk Häslich, Café am Badeplatz: "Es ist eine Katastrophe. In der Woche ist kaum etwas los und am Wochenende sieht es meistens nicht anders aus. Das hängt dann auch immer davon ab, wie die Patienten in den Kliniken Anwendungen haben, ob vormittags oder erst am Nachmittag. Von vielen habe ich schon gehört, dass sie es schade und die Bestimmungen unverhältnismäßig finden, weil sie auch kulturell nichts erleben können. Das wird doch sehr vermisst. Genauso, dass sie keinen Besuch empfangen dürfen und mit ihm ins Café gehen können. Ich halte mich Kaffee und Kuchen to go über Wasser."

Santina Glaß, Anita's Moden: "Mit einem Wort gesagt. Es sieht zurzeit besch... aus. Ich freue mich über jeden Kunden, der ins Geschäft kommt und etwas kauft, und bin schon froh, wenn ich an einem Tag so viel Umsatz habe, dass wenigstens die Betriebskosten gedeckt sind. Nicht nur mir fehlen die Hotelgäste und Besucher des Bades. Das war schon im April und Mai so, den Sommer über bis Oktober ging es halbwegs. Schlecht ist auch, dass in diesem Jahr das Adventsfest ausfällt."

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