Zauberhafte Sommernacht: Oelsnitz tanzt im Elstergarten

Das Open Air des Vereins Zauberkugel hat wieder jede Menge Gäste angelockt. Doch wie kommen Hobbyfußballer eigentlich dazu, ein solches Event zu organisieren?

Oelsnitz.

Zwischen Schwimmbecken und Umkleidekabinen habe Menschen getanzt, gequatscht und jede Menge gegessen und getrunken: Zum fünften Mal richteten die Oelsnitzer Hobbyfußballer des Vereins Zauberkugel am Samstag im Freibad Elstergarten ihr Open Air aus. Was viele der Besucher wohl nicht wussten: Egal ob an Einlass, Imbiss, Bar oder Bierwagen - die Vereinsmitglieder arbeiteten allesamt kostenlos.

Zum Auftakt heizte die tschechische Rammstein-Coverband RCZ ein, aufgrund der extremen Trockenheit allerdings ohne das übliche Feuerwerk. Dann vollendeten die Lokalmatadoren von den Monkz den Abend, an dem sommerliche Temperaturen jede Menge Partygäste an die Elster gelockt hatten.

Doch wie kommen Hobbyfußballer dazu, ein Open Air auszurichten? Wie viele gute Ideen war auch diese bei einem Bierchen in geselliger Runde entstanden. Im Anschluss an das erste von ihnen ausgerichtete Volleyballturnier um den Zauberpokal 2013 saßen etliche Vereinsmitglieder im Elstergarten noch bei einer Kiste Gerstensaft zusammen und kamen zu dem Schluss: Eigentlich müsste man diesen Abend auf dem Areal noch besser nutzen, etwas Größeres organisieren. Ein Konzert vielleicht? Die Idee fürs Open Air hatte Thorsten "Pulli" Müller, Monkz-Sänger und Zauberkugel-Vereinsmitglied. Gesagt, getan. Seitdem bewegen sich die Gästezahlen stets um die Tausendermarke.

Mit den Einnahmen wird das Vereinsleben finanziert. Dafür opferten rund 50 Mitglieder ihr Wochenende. "Ich bin wahnsinnig stolz auf alle, die mithelfen", sagte Zauberkugel-Chef Björn "Birne" Rank. "Mancher fährt ja nur mal zum Schlafen für paar Stunden heim und steht dann früh schon wieder auf der Matte, um mit anzupacken." Und noch etwas treibt die engagierten Sperken an: Sie wollen zum Leben in Oelsnitz beitragen, mit Fußball- und Beachvolleyballturnier, und eben diesem Konzert. Auch finanziell: Ein Teil der Einnahmen aus den beiden Sportveranstaltungen ging an die Opfer der Überschwemmung Ende Mai, ein weiterer an den Heimatförderverein.

Warum die Zauberkugel eigentlich Zauberkugel heißt, erklärt Vereinschef Rank dann auch noch: "Das hat mit einem eher sinnfreien Anfeuerungsruf aus unserer Anfangszeit zu tun." Er lacht. "Aber zauberhaften Fußball spielen wir ja nebenbei auch."

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5Kommentare
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  • 1
    6
    voigtsberger
    21.08.2018

    @birne294: Die meisten Oelsnitzer die ab 24.00 h betroffen waren haben keine FP um hier zu kommentieren, sind zu alt, haben sich um ihre Kinder zu kümmern
    oder sind in ihren Beruf eingebunden und haben täglich andere Sorgen und Nöte um sich mit Personen auseinander zu setzen, die es sowie so nicht einsehen oder begreifen, das dies einfach nichts mit "Spaßbremse" zu tun hat, sondern mit Anstand gegenüber den meisten Oelsnitzer Bürger, die das Bad, den Elstergarten und die Sportstätten für all die "Spaßvögel" mit ihren Gebühren und Abgaben am meisten finanzieren und solche Veranstaltungen erst ermöglichen, denn mit ihren Beitrag zum Stadtsäckel und ihrem Vereinsbeiträgen könnten sie nicht einmal kalt duschen in ihren Sportstätten und das sollten die, welche gern sich als "ALLE" Oelsnitzer bezeichnen einmal "vor Augen halten", auch wenn diese sich alles herausnehmen und auch dürfen und das ist schade, so viel Ignoranz.

  • 5
    1
    Tauchsieder
    21.08.2018

    Oelsnitz Spaßbremse Nr. 1 - "Der Voigtsberger" !

  • 0
    5
    voigtsberger
    21.08.2018

    @birne294: Was für eine Aussage, da sind 1100 Besucher gleich einmal "alle Oelsnitzer" und davon waren die Meisten auch noch Gäste von Außerhalb und was sind dann bei ihnen die restlichen ca. 12 000 Einwohner der Stadt Oelsnitz?
    Bestimmt die Oelsnitzer, die schon immer nichts zu melden hatten und haben und deren Wille einfach von den "Spaßgesellschaft" ignoriert wird!

  • 6
    1
    birne294
    20.08.2018

    Ein toller Abend für alle Oelsnitzer. Über 1.100 Gäste können nicht lügen.
    Jedes Jahr wieder!!!! :)

  • 1
    8
    voigtsberger
    20.08.2018

    Für viele Oelsnitzer war dies keine zauberhafte Sommernacht. Bei den Veranstaltungen in diesen Jahr, wie Sperkenfest, Schlossfest und all die anderen
    Veranstaltungen hat man gedacht die Veranstalter, die Tontechniker und die Musiker haben es verstanden, das vor allem in den Sommermonaten die Bürger und da vor allen Rentner, Kranke, Eltern mit Kindern, aber auch die Bürger die Sonntags arbeiten und in der Nacht durchlüften, denn Lärm fällt auch unter Umweltschutz und da ist es unverständlich, das es bis 23.50 h vom Lärmpegel her moderat zugeht und dann bis 02:00 h immer mehr aufgedreht wird und da die Bässe so richtig über die Stadt tönen und der OB mittendrin, ist halt sein Wahlvolk und wer sind da die "Spaßvögel" der "Zauberkugel" und die so genannten Hobbyfußballer: genau die Leute, ihre Seilschaften und ihre Nachkommen, die sich schon vor der Wende alles erlauben durften und nun wieder den Ton angeben und als "Moralapostel" die Meinungsmacher in der Stadt sind und denken, sie können sich alles erlauben und es wird ihnen auch eingeräumt.
    Da sollten die Macher und Lobredner solcher Berichte, auch einmal die Masse der Oelsnitzer mit einbeziehen, die bei solchen nächtlichen "Ausuferungen" nicht nur mit den Kopf schütteln und richtig "sauer" sind und was sagen da die telefonischen Beschwerden bei der Polizei über diese Veranstaltung und wo bleiben da die Konsequenzen der Stadt, denn es ging doch in diesen Jahr bisher auch anders, denn zauberhaft sieht für viele Bürger in der Nacht anders aus und was da einmal wieder abging, das fällt schon unter Nötigung und wer von den städtischen Verantwortlichen kontrolliert da den Lärmpegel bei solchen Veranstaltungen oder sind diese mit von der Partie beim Veranstalter!



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