Zwotaer drängen auf Sanierung ehemaliger Schule

Die 1992 geschlossene Einrichtung hat sich längst zu einem inoffiziellen Haus der Vereine entwickelt. Nun macht sich eine Erneuerung nötig.

Die ehemalige Mittelschule Zwota.

Für Sie berichtet: Thorald Meisel

Was vor wenigen Tagen bei der Eröffnung der Zwoticher Körbe noch auf humorvolle Weise den Gästen präsentiert wurde, ist nun offiziell: Der Ortschaftsrat Zwota setzt die Sanierung der einstigen Mittelschule am Hammerplatz als Schwerpunkt des Ortsteils bei der Fortschreibung des Klingenthaler Stadtentwicklungskonzepts. Ortsvorsteher Hans Schlott (CDU) stellte die Ideen zur Sitzung am Dienstag vor.

Das 1888/98 errichtete Gebäude hat sich seit der Schließung der Mittelschule vor nunmehr 25 Jahren schrittweise zu einem Dorfzentrum entwickelt. Nachdem dort das Harmonikamuseum sein Domizil fand, zogen immer weitere Nutzer ein. Der Schützenverein hat dort seinen Schießstand, das Stadtorchester wie das Akkordeonorchester nutzen ebenso wie DRK Klingenthal und der Heimatverein Zwota die Räumlichkeiten. Im Keller probt die Band Hämoriders, der Fanclub des FC Bayern München ist regelmäßig da. Eine ehemalige Wohnung wurde zum Archiv für das Harmonikamuseum umgestaltet, die Wohnung im Dachgeschoss ist vermietet. Die Zwoticher Körbe ist ohne das Gebäude kaum mehr machbar.

Bei einer Förderung von wenigstens 75 Prozent und dem Einsatz des Zwotaer Anteils der Hochzeits- prämie mit Klingenthal könnte laut Bürgermeister Thomas Hennig (CDU) ein stattliche Summe in das Gebäude investiert werden.

Allerdings drängt auch die Zeit, wie Andreas Günnel vom Bauamt in der Debatte deutlich machte: Das Dach muss aus seiner Sicht in spätestens zwei Jahren grundhaft repariert werden, sonst drohe Schwammbefall.

Geklärt werden muss außerdem, wie die regelmäßige Reinigung des Gebäudes abgesichert wird. Laut Bürgermeister Hennig war das Thema bereits mehrfach in den Dienstberatungen angesprochen worden. Einen Reinigungsdienst gibt es nicht mehr, was auch für den Bereich der Toiletten zutrifft, die noch aus der Zeit stammen, als das Gebäude als Schule diente. "Was die Reinigung des Gebäudes betrifft, so müssen die Vertreter der Vereine an einen Tisch geholt werden, um eine Lösung zu finden", machte Ortschaftsratsmitglied Alfons Goram (CDU) deutlich.

Kommentar: Treffpunkt ohne Alternative

Schritt für Schritt hat sich die ehemalige Zwotaer Mittelschule zu einem Haus der Vereine entwickelt. Damit hat das markante Gebäude im Zentrum des Dorfes nach der Schließung als Bildungseinrichtung eine sinnvolle Nutzung erfahren. Das ist nicht alltäglich - andere einstige Schulgebäude stehen seit Jahren leer oder sind längst abgerissen. Der Ehrlichkeit halber sei gesagt: Auch über einen Abriss des Zwotaer Gebäudes wurde schon nachgedacht. In einem solchen Fall gibt es zwischen Oberzwota und Mühlleithen keine Alternative für Vereine. Eine Sanierung ist deshalb ein richtiger Schritt.

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