Zwotaer Hüttenbachtal: Neue Route hat erste Fans gefunden

Nach gut einem Vierteljahrhundert wurde der Lehrpfad im Zwotaer Hüttenbachtal reaktiviert. Die Resonanz ist positiv.

Zwota.

Die offizielle Einweihung des neuen Lehrpfades im Hüttenbachtal steht zwar noch aus, aber zum Osterfest waren schon etliche Spaziergänger auf dem gut 2,5 Kilometer langen Rundweg unterwegs. Und die Reaktionen fielen bislang durchweg positiv aus.

20 neue Informationstafeln geben Auskunft über die Tier- und Pflanzenwelt im Hüttenbachtal, über Geologie und Bergbau sowie Waldbewirtschaftung durch den Sachsenforst - bis hin zu dem in den 1950-er Jahren geplant gewesen Bau einer Talsperre.

Initiator für die Reaktivierung des Lehrpfads ist Stadtrat Alfons Goram (Freie Wähler). Der langjährige Wirt vom Gasthof zum Walfisch hat in den vergangenen Jahren einige touristische Vorhaben angeschoben. "Wir brauchen ein Angebot für die Gäste, die zu uns kommen", erläuterte er sein jüngstes Projekt im Zwotaer Ortschaftsrat.

Dieser unterstützte die Idee der Wiederbelebung des Lehrpfades, ebenso die Stadt Klingenthal, der Heimatverein Zwota und der Sachsenforst. Im Januar wurden bei einer Begehung mit Revierförster Andreas Warg, Michael Künzel, der viele Jahre für den Naturpark Erzgebirge/Vogtland tätig war, sowie dem Klingenthaler Werbefachmann Maik Körner die Standorte für die neuen Tafeln festgelegt. Diese sind nun einheitlich nach den Vorgaben vom Sachsenforst gestaltet.

Eine davon erinnert an die Zwieselfichte, dem ursprünglichen Wahrzeichen des Lehrpfades. Der mächtige Baum musste im November 1996 im Alter von etwa 165 Jahren gefällt werden. Eine dafür gepflanzte Bergulme, damals gerade sechs Jahre alt, hat zwischen eine beachtliche Höhe erreicht.

Stationen auf dem Lehrpfad sind auch der Vordere und Hintere Hüttenbachteich, die 2009 und 2005 saniert wurden, und beide als Flächennaturdenkmal eingestuft sind. Das Hüttenbachtal gehört zu den wenigen Gebieten in Sachsen, in denen der Fadenmolch noch heimisch ist.

Das Zwotaer Hüttenbachtal liegt auf einer Höhe zwischen 600 und 750 Meter über dem Meeresspiegel. Seit 1961 ist ein 37 Hektar großes Areal unter Naturschutz gestellt.

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