Zwotaer Waldbühnen-Jubiläum wirft bereits die Schatten voraus

Am 1. Mai wird im Zelt am Walfischteich wieder ein Hammerspektakel steigen. Die Vorbereitungen auf das neue Theaterstück haben mit der Kostüm- anprobe begonnen,

Zwota.

Am 1. Mai wird in Zwota wieder Theater gespielt. Der Termin hat inzwischen Tradition seit 2012, seit am Gasthof zum Walfisch der Nachbau der Walfischknochen aufgestellt wurde, die der Einkehrstätte 1798 ihren Namen gegeben haben.

Den Rahmen in diesem Jahr bilden zwei Jubiläen: 90 Jahre werden es, dass die Waldbühne auf dem Herrenberg eröffnet wurde, und vor 100 Jahren begann die Laienspielgruppe, die diese legendäre Spielstätte 1930 anlegt, mit ihren ersten Theateraufführungen. Wobei, die Anfänge des Laientheaters in Zwota reichen bis in die Zeit um 1900 zurück. Gespielt wurde schon damals gerne und oft im Walfisch-Saal.

In diesem Jahr auf dem Programm steht ein Stück aus dem Dreißigjährigen Krieg, das die Legende der Gründung Zwotas 1631 zum Inhalt hat. Die aktuelle Truppe vom Theaterdorf Zwota zählt auch Mitglieder aus Klingenthal, Schöneck und Tannenbergsthal, und es wird der eine oder andere Prominente aus der Kommunalpolitik mit auf der Bühne zu erleben sein. Die historischen Kostüme stammen aus dem Fundus von Schloss Voigtsberg und der Schönecker Theatertruppe von Ralf Edler.

Dass die Zwotaer Theatertradition auch ohne Waldbühne weiter besteht, ist ein besonderer Verdienst von Isolde Ebert. Sie brachte 2001 mit dem Neubeginn der bereits seit 1877 bestehenden Zwoticher Körbe Lustspiele auf die Bühne, die ein begeistertes Publikum fanden. Beim Mundart- und Filmabend am 27. Dezember war daran noch einmal erinnert worden.

Von 2008 bis 2011 führte Georg Carsten Eibisch die Tradition weiter. Gespielt wurde dabei im Hof der ehemaligen Denk-Brauerei, mit echten Reitern und Gespannen. Die Stücke hatte Eibisch auch selbst geschrieben und dabei Überliefertes aus der Zwotaer Geschichte ver- arbeitet. In diesem Jahr findet das Hammerspektakel am Walfisch zum 9. Mal statt.

Aufführungen gibt es diesmal am 1. und 16. Mai, beide Male gemeinsam mit dem Stadtorchester Klingenthal, und zum Mundart- und Filmabend am 27. Dezember.


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