Zwotaer wünschen sich einen Zauberteppich

Mit Blick auf die anstehende Fortschreibung des Klingenthaler Stadt- entwicklungskonzepts hat der Ortschaftsrat Zwota zahlreiche Ideen entwickelt. Priorität genießt dabei der Tourismus.

Zwota.

Ein Zauberteppich, wie es ihn in der Schönecker Skiwelt gibt, wäre aus Sicht des Ortschaftsrates auch ein interessantes Projekt für Zwota. Als Standort würde sich der Hang zwischen dem Gasthof zum Walfisch und dem Landgasthof Zwota anbieten, zentral gelegen, eine Parkmöglichkeit gleich am Ort.

Ein solcher Zauberteppich gehört zu den Ideen, die Zwota für die Fortschreibung des Klingenthaler Stadtentwicklungskonzepts entwickelt hat. Im Herbst wird der Stadtrat dazu mehrere Arbeitsgruppen einsetzen. Auch die Meinung der Bürger ist gefragt.

Mit den beiden Gasthöfen im Ortszentrum und dem Ferienhotel Zwotatal im Ortsteil Zechenbach besitzt Zwota drei große Beherbergungseinrichtungen, dazu zahlreiche private Ferienwohnungen. Bei den Gäste- und Übernachtungszahlen ist Zwota schon seit Jahren Bestandteil der Klingenthaler Statistik. Die Zahlen der Stadt gleichen oftmals einer Fieberkurve - gab es 2003 rund 88.000 Übernachtungen, so waren es ein Jahr später knapp 77.500. Im Jahr 2006 waren es 87.000. Einen erneuten Einbruch gab es 2014, im Jahr darauf lag die Zahl in den ersten zehn Monaten bei 50.700. Die Gäste bleiben im Schnitt 2,7 Tage.

"Entwicklungsmöglichkeiten für Zwota bietet vorrangig der Tourismus. Wir müssen etwas tun, um die Gäste wieder länger im Dorf zu halten", machte Ortsvorsteher Hans Schlott (CDU) bei der Vorstellung der Ideen im Ortschaftsrat deutlich. Er sieht vor allem beim Ski-Tourismus auch wachsende Konkurrenz auf tschechischer Seite. In Klingenthals Nachbargemeinde Schwaderbach/ Bublava werde dabei nicht nur von privaten Betreibern in Liftanlagen und Pisten am Bleiberg investiert, sondern auch in großem Maße in den Ausbau von Übernachtungsmöglichkeiten.

Neben dem Erhalt der Anschlussloipen im Winter gehören zu den Ideen des Zwotaer Ortschaftsrates Radwege für E-Bikes mit Anschluss an Erlbach und Schöneck. Eine kühne Vision gemeinsam mit Erlbach war schon einmal vor Jahren ein Sessellift über den Hohen Brand. "Der ist mit 805 Metern höher als der Bleiberg", zeigte Hans Schlott auf.

"Wenn wir auf die Entwicklung nicht reagieren, werden wir in der Sommersaison zu einer Station an einer Durchgangsstrecke für Urlauber, die unterwegs sind in die Sächsische Schweiz und bei uns gerade mal eine Nacht bleiben", zeigte auch der langjährige Gastwirt Alfons Goram auf.

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