101 Kästchen für ein schnelles Internet

Die Stadtwerke spinnen ein Glasfasernetz durch die Stadt. Dafür braucht es Mufu-Gehäuse. Und Baugruben, in die das Kabel kommt.

Plauen.

Mit bis zu 100 Mbits pro Sekunde können die Nutzer künftig surfen, und das ist schnell. Ausgelegt ist das Ganze für 22.000 Kunden. Die Stadtwerke Strom sind seit Wochen dabei, dafür ein Glasfasernetz durch die Stadt zu spinnen. Neue Details dazu will das Unternehmen im Laufe der Woche nennen, so Projektleiter Frank Hoffmann.

Ein Jahr lang habe sein Team das Ganze vorbereitet, und ab Donnerstag soll es vorbestellbar sein. Seit Wochen ziehen die Stadtwerke ihre Spuren für das neue Netz. Es besteht aus 101 Kästchen, die am Straßenrand stehen. Das sind sogenannte Multifunktions-Gehäuse, so Hoffmann. Die stehen in der Nähe zu Kabelverzweigungen der Telekom und seien notwendig: "Das Netz ist unseres. Wir nutzen die letzte Meile der Telekom", sagt Hoffmann.

Ein Teil der Kästen sieht seit geraumer Zeit aus wie eine schlafende Baustelle. Mit Baugruben, die abgesperrt sind. Laut Hoffmann habe man im ersten Schritt die Mufu-Schränke aufgestellt, parallel laufe der Trassen-Bau für das Kabel. Die Trasse sei 18 Kilometer lang und müsse Stück für Stück gelegt werden. "Die Gehäuse bleiben offen, bis der Anschluss gestellt wird", sagt Hoffmann. Das sei nicht vermeidbar, da der Trassenbau Zeit koste.

Für den Plauener Stromversorger ist das schnelle Internet ein neues Geschäftsfeld. Ab Dezember können es die ersten Kunden nutzen, heißt es auf der Internetseite des Unternehmens. Geplant ist demnach auch ein Fernsehanschluss. Genauere Informationen, an welchen Straßen was genau verfügbar sein wird, liegen noch nicht vor.

Etwa drei Millionen Euro investieren die Stadtwerke in ihr Glasfasernetz. Ziel sei es, sich wirtschaftlich weiterzuentwickeln und die digitale Infrastruktur der Region zu verbessern. Die Stadtwerke Strom existieren seit sechs Jahren. Beteiligt sind die Stadt Plauen mit 51 Prozent und die Envia Mitteldeutsche Energie AG (EnviaM) mit 49 Prozent.

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