3500 Fische aus Teich gerettet

Der Stadtparkteich hat ein Leck. Während im Vorjahr Tausende Karpfen starben, konnten Stadt und Pächter diesmal schneller handeln.

Plauen.

Weil das Ablaufbauwerk leckt, mussten der Plauener Stadtparkteich abgelassen und rund 3500 Fische in Sicherheit gebracht werden. Wie die Stadtverwaltung am Dienstag mitteilte, hatten Rathaus-Mitarbeiter bereits am Freitag bemerkt, dass der Teich unkontrolliert abläuft - der Wasserstand war zu dem Zeitpunkt schon um 50 Zentimeter niedriger als üblich. Die Fischereigenossenschaft Plauen als Pächter, Berufsfeuerwehr und Verwaltung schlossen das vermutete Leck provisorisch und vermieden so zunächst ein weiteres Sinken des Wasserspiegels.

Heike Grape von der Plauener Gewässerunterhaltung: "Das gesamte Wochenende über kontrollierte der Pächter den Wasserstand. Auf Grund des geringen Wasserstandes und der hohen Wassertemperaturen, verbunden mit einem akuten Sauerstoffmangel für die rund 3500 kleinen Karpfen, musste der Teich jedoch am Montagmorgen abgefischt werden." Die Fische und Teichmuscheln wurden in andere Gewässer gebracht. "Wichtig wäre jetzt ein kräftiger, lang anhaltender Regenschauer", so Heike Grape. Um das Problem dauerhaft zu beheben, müsse ein neues Ablaufbauwerk errichtet werden, der sogenannte Mönch. "Das Geld dafür und eine damit verbundene Entschlammung des Teiches ist in der Haushaltsplanung zu berücksichtigen."


Bereits in der Vergangenheit gab es Probleme am Stadtparkteich. So waren im Frühjahr 2018 Hunderte Karpfen verendet. Unbekannte hatten den Mönch mit Ästen und Stöcken verstopft. Beim geplanten Ablassen sank der Wasserspiegel damals plötzlich binnen kurzer Zeit beträchtlich. (nd)

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