Ab in den Süden: Elf Weißstörche machen im Vogtland kurze Rast

So viele Störche an einer Stelle sieht man im Vogtland selten: In der Nacht zum Montag haben elf dieser Vögel auf dem Dach von Jörg Gruber in Kröstau einen Zwischenstopp eingelegt. Die Jungstörche befinden sich in ihrer Zugzeit, die Anfang August beginnt, und fliegen vom Norden in den Süden, sagte gestern Ornithologe Werner Limmer. Auch in diesem Jahr gab es im Vogtland keinen Storchennachwuchs, was vermutlich zwei Gründe hat. "Das erste Brutpaar in Weischlitz wurde zunächst von einem Nachzügler gestört", so Limmer. "Das neue stärkere Weibchen hat das schwächere aus dem Horst verdrängt und ihre Eier hinausgeschmissen." Der geflüchtete Vogel wurde wenige Tage später, nicht weit entfernt, tot aufgefunden. Vermutlich war er gegen eine Hochspannungsleitung geflogen. Die anschließende Brut fiel dann offenbar dem Unwetter im Mai zum Opfer: "Aufgrund des extremen Niederschlags in kürzester Zeit stand das Wasser in der Nestmulche und unterkühlte die Embryos", erklärte Limmer. "Deshalb haben sie sich nicht weiter entwickelt und starben." In dieser Zeit beobachtete der Vogelexperte aber auch bis zu 20 Adebare, da durch die Elster-Überflutung viel Nahrung angespült wurde. (flow)

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