Abriss der Kleingartenanlage "Früh auf" beginnt

Um Platz für den geplanten Neubau einer Dreifeldsporthalle am Plauener Lessing-Gymnasium zu schaffen, muss eine Gartensparte weichen. 58 Parzellen sind betroffen. Dort wird es im kommenden Sommer nicht mehr blühen.

Plauen. Nun wird es ernst: Der Abriss der Kleingartenanlage "Früh auf" in Nachbarschaft des Plauener Lessing-Gymnasiums beginnt. Damit werden die Voraussetzungen für den Bau der neuen Dreifeldsporthalle geschaffen. Wie die Stadtverwaltung am Freitag mitteilte, müssen ab Montag zuerst die Gartenlauben mit Anbauten, die überdachten Freisitze und die Gewächshäuser auf dem Gelände der Gartensparte weichen. Diese verteilen sich mit 58 Parzellen auf einer Gesamtfläche von ungefähr 13.800 Quadratmetern.

Diese Arbeiten sollen voraussichtlich Ende März fertig sein und kosten etwa 23.000 Euro - Entsorgungskosten nicht eingerechnet. Des Weiteren finden noch Baugrund- und Bodenuntersuchungen statt. Der Sporthallenneubau beginnt im Jahr 2021. Dieser Neubau am Lessing-Gymnasium wird zu 95 Prozent gefördert.

Im Einvernehmen mit dem Regionalverband Vogtländischer Kleingärtner wurde nach Rathausangaben eine Entschädigungssumme von 276.500 Euro festgesetzt. Dieser Betrag konnte bereits im Dezember vergangenen Jahres an den Regionalverband ausgezahlt werden. Der Verband nimmt die Verteilung und Auszahlung an die Pächter entsprechend der Wertermittlung für die einzelnen Gärten vor. Nachfragen für eine Unterstützung durch die Stadt habe es seitens der Kleingärtner nur für die Entsorgung von Garteninventar gegeben. Hierfür organisierte die städtische Gebäude- und Anlagenverwaltung die Bereitstellung entsprechender Container und die Entsorgung des Abfalls, hieß es.


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6Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
    1
    Tauchsieder
    22.02.2020

    Ich weiß nicht von wem, oder woher sie ihr Wissen haben, dass ich mehr Gewerbegebiete fordere. Ich dachte immer ich fordere genau das Gegenteil.
    Wenn sie aber der Meinung sind, obwohl sie damit sicherlich weit und breit allein da stehen.
    Helfen sie mir auf die Sprünge, in welchem Kommentar gab es von mir diese Forderung und zu welchen Projekt?

  • 1
    1
    Alcapone
    22.02.2020

    @Tauchsieder: Wie passt ihr grünes Gewissen mit ihrer Forderung nach mehr Gewerbeflächen zusammen? Diese Logik verstehen wohl nur sie selbst oder argumentieren sie immer so wie sie es gerade brauchen?

  • 7
    0
    Tauchsieder
    21.02.2020

    So kann man es auch machen "Al.....", man kauft sich frei von seinem schlechten Gewissen. Nur lässt sich nicht alles mit Geld regeln und verlorene Grünfläche ist mit Geld nicht zu ersetzen.

  • 0
    6
    Alcapone
    21.02.2020

    Knapp 5.000 Eur Entschädigung im Durchschnitt und Kostenübernahme für die Laubenentsorgung und etwas für die Kinder, die Kinder (es wird doch immer gefordert etwas für die Kinder zu tun!!) getan. Das klingt nach einem sehr guten „Deal“. Ich kenne andere Kommunen, da läuft es für Kleingärtner und Garagenbesitzer weitaus schlechter.

  • 8
    2
    Tauchsieder
    21.02.2020

    Hier setzt die Stadt Plauen in Zeiten des Klimawandels ein Zeichen. Vernichtung von innerstädtischen Grünflächen, anschließende Versiegelung dieser Fläche mit Beton und Asphalt und einer damit einhergehender Veränderung des innerstädtischen Klimas und Vernichtung von Lebensraum und Brutquartieren von Vögeln und Fledermäusen usw. Dafür setzt die Stadt jetzt zur Vernichtung von Unkraut kein Glyphosat mehr ein, Toll.
    Vielen Dank Stadtrat!

  • 2
    5
    Interessierte
    21.02.2020

    Die blühenden Pflanzen kann man ausgraben und mitnehmen …
    Aber was wird denn mit doch recht stabilen Lauben ?
    Gibt es da nicht ´um die Ecke` einen anderen Platz für den Sport , vielleicht ein kleines "Waldgrundstück" ???