Abschiebung: Team der Tafel betroffen

Plauen.

Die Arbeitsloseninitiative Sachsen ist geschockt von der Abschiebung eines ihrer Mitarbeiter in der Plauener Tafel. Der in Weischlitz wohnende Georgier hatte seit mehr als zwei Jahren für 80 Cent je Stunde in der Tafel geholfen und laut Geschäftsführerin Konstanze Schumann "eine sehr, sehr gute Arbeit" gemacht: "Der tägliche Weg war ihm nicht zu aufwändig, um nur die fünf Stunden arbeiten zu dürfen, und er war sehr beliebt bei seinen Kollegen." In der Nacht zum Dienstag - drei Tage vor seinem 49. Geburtstag - sei er abgeschoben worden. Das Team der Tafel sei tief betroffen: "Wir waren mit der Integration auf dem besten Weg", so Schumann. Der Bundestag hat Georgien als sicheres Herkunftsland eingestuft. Nachrichtenagenturen zufolge gibt es in der Hauptstadt Tiflis aufgrund einer Reform des Wahlrechts seit zwei Wochen Proteste, die die Regierung mit Wasserwerfern und Festnahmen niederzuschlagen versucht. (us)

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