Abwasserverband legt Kläranlage still

Die Kläranlage für den Wohnpark Mechelgrün ist in die Jahre gekommen. Künftig soll Abwasser nach Bergen gepumpt werden.

Mechelgrün.

Die vor 30 Jahren für den Wohnpark Mechelgrün am Birkenweg gebaute Kläranlage hat bald ausgedient. Der Zweckverband Wasser und Abwasser Vogtland (Zwav) plant, das Bauwerk stillzulegen und es durch ein so genanntes Drosselbauwerk mit einem Pumpsystem zu ersetzen.

Das teilt Uwe Donath, der Leiter des Bereiches Abwasser mit. Er sagt außerdem: "Aus heutiger Sicht war es damals eine Fehlentscheidung, dort ein Mischwassersystem zu installieren. Ein Trennsystem wäre besser gewesen. Außerdem befindet sich die Kläranlage viel zu nah an der Wohnbebauung."

Die Kläranlage sei in die Jahre gekommen und müsse saniert werden. Davon nimmt der Zweckverband aber Abstand: "Wir haben uns für eine kostengünstigere Variante entschieden und pumpen das Abwasser künftig nach Bergen in die dortige Kläranlage", so Donath weiter.

Die dafür notwendige technische Lösung sieht vor, an den vorhandenen sogenannten Stauraumkanal mit einem Durchmesser von mehr als einem Meter ein Rohr mit einem Durchmesser von 30 Zentimeter anzuschließen, um die Durchflussmenge im Kanal der Pumpenkapazität anzupassen. Deshalb die Bezeichnung Drosselbauwerk. Füllt sich der große Stauraumkanal durch Starkregen mit Wasser, läuft die nicht mehr fassbare Menge über und wird in den Bach abgeleitet. "Das ist ein überall gängiges Verfahren, damit durch die Kläranlagen keine großen Regenwassermengen fließen müssen", so Donath.

Die in 1,2 Kilometer Entfernung befindliche Kläranlage in Bergen verfüge über ausreichend Kapazität, um das Abwasser der 30 Häuser des Wohnparks aufzuarbeiten. Laut Donath ist die Umsetzung des Vorhabens in den nächsten ein bis zwei Jahren geplant. In einem ersten Schritt stellt der Zwav einen Kaufantrag bei der Gemeinde Neuensalz. Der Verband plant den Erwerb von 200 Quadratmetern Fläche zum Errichten der Pumpstation.

Gemeinderäte von Neuensalz beschäftigten sich kürzlich mit dem Kaufantrag, den die Gemeinde vom Gutachterausschuss des Landratsamts hat prüfen lassen. Im Ergebnis hieß es, dass das Gremium für die sogenannte Gemeinbedarfsfläche einen Verkaufspreis von vier Euro pro Quadratmeter empfehle. Da die Gemeinde das Grundstück erst noch vermessen lassen muss, steht der genaue Verkaufspreis noch nicht fest. Es dürfte sich laut Beschluss um eine Summe von rund 800 Euro handeln. Der Käufer trägt alle mit dem Kauf verbundenen Kosten. Die Gemeinderäte stimmten dem Verkauf zu.

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