Adlerkönig 2019 wiederholt seinen Triumph von vor 25 Jahren

Mit krachenden Böllerschüssen eröffneten am Samstag Schützenvereine aus dem Vogtland das Plauener Vogelschießen. Beim traditionellen Armbrustschießen wurde ein alter Bekannter Adlerkönig.

Plauen.

Immer dann, wenn Dachdeckermeister Frank Krause mit der Armbrust zielt, ist die Wahrscheinlichkeit eines Treffers hoch. Zum traditionellen Adlerschießen auf dem Gelände des Plauener Schützenvereins schoss der Reichenbacher am Samstag dem Vogel schon beim vierten Versuch das Herz aus der Brust. Der Schütze von der Privilegierten Schützengesellschaft Reichenbach wurde in der Spitzenstadt schon mehrmals Adlerkönig. Seinen ersten Sieg landete er gleich bei der Premiere des Wettbewerbes vor 25 Jahren. Ein viertel Jahrhundert später hielt der heute 54-Jährige den Siegerpokal erneut in den Händen. Susanne Schulze von den Gastgebern holte postwendend die Chronik mit dem Foto des ersten Adlerkönigs herbei. "Damals haben wir noch auf drei Adler geschossen", erinnerte sich der Meisterschütze vom Dienst. Enkelsohn Paul scheint in die Fußstapfen seines Opas zu treten. Der Sechsjährige kam beim Lasergewehrschießen unter die besten seiner Altersklasse.

Eine ruhige Hand an diesem Tag hatte auch Plauens Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer (FDP). Beim Fassanstich benötigte das Stadtoberhaupt drei Schläge mit dem Holzhammer. Dann saß der Zapfhahn und das Freibier konnte fließen. Zuvor marschierten sieben Abordnungen von Schützenvereinen aus dem Vogtland in ihren Gala-Uniformen auf. Allen voran die Plauener Schützenmusikanten. Mit krachenden Böllerschüssen eröffneten sie das Volksfest. Anschließend luden die Plauener Schützen zu verschiedenen Wettbewerben ein. Geschossen wurde unter anderem auf Biathlon-Scheiben und laufende "Keiler".


Zur Feier des Tages sollte eigentlich die neue elektronische Kleinkaliber-Pistolenanlage offiziell in Betrieb genommen werden. Doch daraus wurde nichts. "Wir haben leider noch einige technische Probleme", erklärte Schatzmeister Henry Sattler. In Kürze werde alles funktionieren, versicherte er. Dann werden die Trefferbilder sofort auf einem Monitor gut sichtbar für die Schützen angezeigt. Die Anlage hat der Verein größtenteils selbst finanziert. Zuschüsse gab es vom Sportbund. Perspektivisch soll eine weitere Anlage dieser Art angeschafft werden. Damit will der Verein vor allem den Nachwuchs locken. Seit zwei Jahren können Kinder und Jugendliche bereits die Schießanlage für Lasergewehre auf dem Gelände der Plauener Schützen nutzen. Wer's ausprobieren will, muss mindestens sechs Jahre alt sein.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...