Akademieteilnehmer zeigen ihre Illustrationen

Zwölf angehende und auch schon gestandene Künstler haben diesen Sommer am alljährlichen Kurs im Weisbachschen Haus teilgenommen. Was dabei herausgekommen ist, zeigt die Galerie jetzt.

Plauen.

Die Teilnehmer der 24. Internationalen Sommerakademie im Juli schufen unter anderem sehenswerte Porträts. Die Gesichter des diesjährigen künstlerischen Leiters, Vitali Konstantinov, von Veit Larisch und Luise Stark sind auf diesen Karikaturen sofort zu erkennen. Die typischen Merkmale wie etwa der Bart des Kursleiters oder Brille und Locken von Veit Larisch stechen hervor. Auch Antonia Grünler aus Plauen wurde gezeichnet. Sie hatte während dieser zehn Tage eine ganz besondere Rolle inne.

Antonia Grünler war mit 14 Jahren die jüngste Akteurin. Von ihr bekommt der Galeriebesucher natürlich nicht nur ein Porträt, sondern auch einige Arbeiten zu sehen. Die Gymnasiastin illustrierte unter anderem Gedichte von Joachim Ringelnatz - etwa "Im Aquarium in Berlin". Der Text steht gleich neben ihrer Zeichnung. Auch eine Bildergeschichte mit dem Titel "Die zufällige Prüfung" ist von ihr zu sehen.

In einem einzigen kleinen Fenster des großen Weisbachschen Hauses leuchtet am Abend ein Licht. Fanny Jacquier erinnert mit dieser Darstellung an die einzige Bewohnerin des Gebäudes zu DDR-Zeiten, an die Mutter der Gebrüder Weisbach. Ob sie keine Angst gehabt habe, wird die Frau in einem kleinen Text auf der Abbildung gefragt. Das Haus sei ihr Schicksal und Verpflichtung, kam als Antwort.

Gleich am Eingang zu den oberen Ausstellungsräumen fällt ein Din-A4-Blatt mit dem Titel "6 Todesfälle der Hornissen" auf. Was den Fluginsekten alles passieren kann, zeigen witzige Illustrationen und ein kleiner Text auf: Sie könnten in einem Spinnennetz hängenbleiben, an einer Lampe verbrennen oder auch totgeschlagen werden. Wie diese und andere Arbeiten zustande gekommen sind, erklärte die Intendantin der Sommerakademie, Andrea Meckert. Vitali Konstantinov habe versucht, "die Teilnehmer zu neuen Themen anzuregen, mal etwas anderes auszuprobieren", erklärte die Plauenerin bei der Ausstellungseröffnung am Samstag.

Beim Thema Illustration sei zudem klar, dass sich ein Künstler im Falle eines Auftrages von einem Verlag nicht ewig Zeit lassen könne, um Ideen zu entwickeln und diese zu Papier zu bringen. Arbeiten unter Zeitdruck wurde deshalb ebenfalls geübt. Auf diese Weise sind auch die Kartenspiele und Skizzenbücher entstanden, die in den Galerieräumen ausliegen und eingesehen werden können.

Die Ausstellung kann bis 1. November dienstags bis donnerstags von 14 bis 18 Uhr angeschaut werden.

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