Als Plauens Schloss zur Ruine wurde

Auflösung Fotorätsel 1234: Die heutige Schlossstraße zeigt wenig Prunkvolles. Dabei war der Ort einst ein repräsentativer Sitz.

Plauen.

Vorige Woche zeigten wir im Rätselfoto ein Gebäude, das wie eine Burg aussieht und fragten, wo es steht. Drei verschiedene Antworten wurden uns zugeschickt, von denen alle richtig sind, aber eine ganz genau ist. Dieses Haus steht an der Schlossstraße, hat aber die postalische Bezeichnung Hradschin 14. Und wer "Schlossberg" geschrieben hatte, lag auch nicht daneben. Dieses burgähnliche Gebäude wird von den Plauenern gut besucht, auch wenn manche Leute mit Widerwillen hineingehen, denn dort haben sich Zahnärzte in einer Gemeinschaftspraxis zusammen geschlossen.

Die Schlossstraße zeigt wenig Prunkvolles, aber das wurde ja vom einstigen Schloss auch nicht behauptet. Nur wenige Plauener wissen von Angesicht noch, wie das Schloss einmal ausgesehen hat. Im April 1945 wurde es durch die Bombenangriffe zerstört. Durch einen Brand war es im Jahre 1548 schon einmal zur Ruine geworden. Geblieben sind vom Schloss heute einige restaurierte Reste, aber neu hinzugekommen ist auf dem Schlossberg die Staatliche Studienakademie, in die im Herbst 145 junge Menschen eingezogen sind.

"Das Plauener Schloss wurde Anfang des 13. Jahrhunderts von den Herren von Weida als repräsentativer Sitz und Ausdruck ihrer Macht geschaffen. Es wurde etwas hangwärts und mit guter Sicht auf das Syra- und Elstertal errichtet", so steht es im Plauener Museumsheft 36.

Die Schlossstraße beginnt am Ende des Hradschins und zieht sich hinunter zur Lindenstraße. Zu DDR-Zeiten befand sich an dieser Straße die Foto-Blitz-Abteilung des VEB Elgawa Plauen. In Plauen wurden aber bereits vorher von der früheren Firma Blohm Blitzgeräte entwickelt und gebaut. Die Elgawa war der einzige Betrieb in der DDR, der über Jahrzehnte hinweg Elektronen-Blitzgeräte für Fotoamateure und Fotoreporter hergestellt hat.

Gewonnen haben Alexander Möckel und Cristine Steinbruch, beide aus Plauen. Sie bekommen je zwei Freikarten für das Konzert mit Deborah Sasson am Sonntag im König-Albert-Theater Bad Elster.

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