Amerikaner erwerben Schweizer Group

Insolvenz überstanden: Plauener Unternehmen mit neuem Optimismus

Plauen.

René Todtermuschke (im Bild), Werkleiter der Schweizer Group in Plauen, ist sich sicher: "Die Durststrecke liegt hinter uns." Seit Anfang des Monats hat die Schweizer Group einen neuen Eigentümer: Der amerikanische Investor Marabek hat den Hersteller von Aluminiumdruckgussteilen mit drei weiteren Standorten in Deutschland sowie Tochtergesellschaften in Tschechien und China aus dem Insolvenzverfahren heraus erworben.

Todtermuschke im Rückblick: "Wir sind ein Werk mit Substanz und waren immer guter Dinge." Fast alle der 160 Mitarbeiter in Plauen hätten deshalb in der Insolvenz dem Unternehmen die Treue gehalten - ebenso wie die Großkunden. Trennen musste man sich in Plauen nach den branchenbedingten Umsatzeinbrüchen von zeitweise bis zu 30 Prozent von rund 40 Mitarbeitern mit Zeitarbeit und Zeitverträgen. Andere Standorte waren stärker betroffen. Todtermuschke: "Wir waren in rollender Woche bei 120 Prozent Auslastung. Jetzt sind wir relativ konstant zwei- bis dreischichtig ausgelastet."

Vertreter des neuen Eigentümers haben sich in Plauen vorgestellt. Die Mitarbeiter seien mit gutem Gefühl aus der Belegschaftsversammlung gegangen, sagt auch Personalleiterin Heike Stöß. Werkleiter Todtermuschke beschreibt Marabek als strategischen Investor, der zudem in der Automobilbranche zu Hause sei. Marabek ist eine Beratungs- und Akquisitionsgesellschaft mit Unternehmen in Kanada, China, Indien, Israel, Mexiko, Großbritannien und den USA. "Wir blicken positiv in die Zukunft und wollen den frischen Wind voll mitnehmen", sagt Todtermuschke.

Die 2018 auf dem Areal an der Schenkendorfstraße für rund zehn Millionen Euro neu errichtete zweite Produktionshalle ist mit neuen Projekten nahezu ausgeplant. Produziert werden für VW, Daimler, Continental und Mahle einbaufertige Druckgusserzeugnisse, vor allem Zylinderkopfhauben. Die neue Schweizer Group Global geht mit 550 Mitarbeitern an vier deutschen und 200 Mitarbeitern an den Standorten im Ausland an den Start.

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