Amt warnt vor Borkenkäfern

Forstbehörde: Durch trockenes und heißes Wetter droht Massenvermehrung

Plauen.

Waldbesitzer sollten jetzt besonders aufmerksam sein und regelmäßig ihren Wald auf frische Borkenkäferherde kontrollieren. "Wird Käferbefall festgestellt, ist schnelles Handeln gefragt", heißt es dazu aus dem Landratsamt.

Die Stürme 2017/2018 und die anhaltende heiße und trockene Witterung haben die Population der Borkenkäfer im Vogtlandkreis gestärkt. Besonders im Gebiet nordwestlich von Plauen und im Burgsteingebiet gilt für Waldbesitzer besondere Aufmerksamkeit. Diese Region war in der Vergangenheit immer wieder betroffen. Aber auch in den anderen Teilen des Vogtlandkreises sollte der Borkenkäferbefall in den Wäldern verstärkt beobachtet werden, so Kay Oertel, der Leiter der Forstbehörde im Vogtlandkreis.

Um eine Massenvermehrung des Insekts zu verhindern, müssen befallene Bäume schnellstens gefällt, entrindet und aus dem Wald entfernt werden. Wenn im Frühjahr nur ein Käferbaum übersehen wird, können daraus bis zum Herbst hunderte Bäume betroffen sein.

Die heimischen Borkenkäferarten, Buchdrucker und Kupferstecher, verursachen die meisten wirtschaftlichen Schäden in den Wäldern. Die kleinen, rund zwei bis fünf Millimeter großen Käfer sind in der Lage, ganze Wälder zu vernichten. Die Käfer bohren sich unter die Rinde von Fichtenbäumen und legen dort Muttergänge an, an denen sie ihre Eier platzieren. Die Eier entwickeln sich zu weißen Larven, die unter der Rinde Gänge anlegen und die Leitungsbahnen, damit den Saftstrom des Baumes, unterbrechen. Die Baumkrone verfärbt sich rot.

Die Revierförster des Vogtlands halten in diesen Tagen vermehrt Ausschau nach rot gefärbten Baumkronen, abfallender Fichtenrinde oder braunem Bohrmehl. (ur/bap)

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