An einem Tag zum perfekten Gemälde

Bereits zum zweiten Mal stellt eine Plauenerin ihre Ölgemälde aus. Für die Zukunft hat sie einen großen Wunsch.

Plauen.

Schönheit und Gefahr liegen in der Natur oftmals nahe beieinander. Davon können sich Besucher des Vogtlandkonservatoriums "Clara Wieck" aktuell überzeugen. Ölgemälde, deren Motive ebenso gewaltig wie auch anmutig wirken, werden noch bis zum 28. Februar in der Spitzenstadt präsentiert.

Bereits zum zweiten Mal stellt Lana Tannert ihre Werke in Plauen aus. Dort lebt die gebürtige Ukrainerin seit zehn Jahren mit ihrer Familie. Vor zwei Jahren begann sie sich hauptberuflich der Ölmalerei zu widmen, die sie bereits vor ihrer Zeit als dreifache Mutter in den Bann gezogen hatte.

Seit drei Jahren nimmt Lana Tannerts Tochter in der Musikschule Violinenunterricht. Daraus resultierte auch die Zusammenarbeit mit dem Vogtlandkonservatorium. Dessen Leitung zeigte großes Interesse an den Ölgemälden der 45-Jährigen, sodass es im Mai 2019 zur ersten Ausstellung kam. Aufgrund des regen Interesses sind jetzt 22 weitere Bilder in der kommunalen Einrichtung am Theaterplatz zu bestaunen.

Eines ihrer Werke trägt den Titel "Auf der Suche nach einem Renoir". An nur einem einzigen Tag habe sie dieses Ölgemälde einer Blumenvase fertiggestellt, erinnert sich die Wahl-Plauenerin. "Ich habe das Bild betrachtet und wusste sofort, dass es perfekt ist." Als Alla-Prima, also das Fertigstellen eines Bildes in nur einer Sitzung, bezeichnet man diese Technik, die aufgrund ihrer Komplexität einige künstlerische Erfahrungen voraussetzt. So zügig gestaltet sich dieser Prozess jedoch nur bei wenigen Werken. An den meisten Bildern arbeite sie mindestens eine Woche lang täglich drei bis fünf Stunden. Manchmal ändere sie über Monate hinweg noch hier einen Farbton, da eine kleine Schattierung, um schließlich mit dem Ergebnis zufrieden zu sein.

Sie stellt hohe Anforderungen an die Qualität ihrer Bilder: Baumwolle bezieht die Künstlerin aus Italien, Farben aus Paris, England und Italien, Leinen fertigt sie sogar selbst an. Motive und Farbwahl hängen stets von der Stimmung und Laune der 45-Jährigen ab. Sei es ein Stillleben, Menschen oder Naturmotive - Lana Tannert vereint verschiedenste Stile in ihren Bildern.

Die Künstlerin ist ständig auf der Suche nach neuen Möglichkeiten der Malerei: "Jedes Kunstwerk ist für mich etwas Besonderes." Bis heute wurde Tannerts Begeisterung für die Malerei keineswegs geschwächt: "Ölfarben sind für mich ein alltägliches Experiment, um neue Möglichkeiten zu eröffnen meine Stimmung zu vermitteln." Ihr Wunsch: Schon bald will sie ihre Kunst in Frankreich präsentieren. In Paris werden die Gemälde möglicherweise ausgestellt oder über Kunsthändler-Plattformen einem internationalen Publikum präsentiert.


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