Anbau fertig: Psychiatrie ist größte Klinik des Krankenhauses

Das Vogtland-Klinikum hat seine Psychiatrie vergrößert. Der Anbau ist am Freitag eingeweiht worden.

Plauen.

Eine neue Chefärztin, mehr Platz: Der Helios-Krankenhaushauskonzern stärkt seine psychiatrische Klinik. Nach eineinhalb Jahren Bauzeit ist jetzt der Anbau fertig geworden. Er soll die steigenden Patientenzahlen abfedern und die Arbeit auf der Station entzerren. Die Abteilung selbst war in den vergangenen Jahren bereits um 20 Betten aufgestockt worden.

Um Platz für psychisch Kranke zu schaffen, hatte die Krankenhausleitung improvisiert und Aufenthaltsräume zu Patientenzimmern umgebaut. Damit sollte der Bedarf in der Region gedeckt werden. "Die Zustände haben uns sehr belastet", sagte Krankenhaus-Geschäftsführerin Peggy Uhlmann zur Grundsteinlegung im Herbst.


Der neue Anbau beherbergt unter anderem die Tagesklinik und eine neue Station mit 20 Betten. Insgesamt hat das sächsische Gesundheitsministerium den Plauenern 110 Psychiatrie-Betten zugewiesen sowie 30 Tagesklinik-Plätze. Die Psychiatrie ist damit die größte Abteilung im Vogtland-Klinikum. "Die Zahl der Krankentage aufgrund psychischer Probleme hat sich in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt", sagte Helios-Regionalchef Roland Bantle am gestrigen Freitag.

Rund 5,8 Millionen Euro hat der Anbau gekostet. Der Freistaat bezahlt dem Helios-Konzern davon 4,65 Millionen Euro. "Eine gute medizinische Versorgung im Freistaat zu sichern, das ist unsere Aufgabe", sagte Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU). Vor sechs Jahren hatte die Klinikleitung den Zuschuss für den Anbau beantragt. Untergebracht sind darin auch Therapie- und Ruheräume, die den Frauen und Männern beim Genesen helfen sollen. Seit April hat die Psychiatrie eine neue Chefärztin. Jeanette Böhler übernahm die Arbeit von Wolfgang Rintelmann, der die Klinik nach dem Weggang von Francisco Pedrosa Gil vorübergehend geleitet hatte. Böhler ist 57, stammt aus Hessen, war Anästhesistin und Intensivmedizinerin und hat vor zwölf Jahren die Fachrichtung gewechselt. "Ich wollte mehr Zeit für die Menschen haben, die uns Ärzten anvertraut werden", so Jeanette Böhler. Lange Zeit arbeitete sie in Italien. Vor sieben Jahren kam sie zurück nach Deutschland.

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