Arbeitsloseninitiative kontert Pfau-Kritik

Plauen.

Gesunde Ernährung ist nicht abhängig vom Haushaltsbudget. Mit diesem Satz kontert die Arbeitsloseninitiative (Ali) Plauen einen Vorwurf der Linke-Vogtlandchefin Janina Pfau. Die Ali will den Beweis dafür zugleich in einem Projekt namens Erbse antreten.

Janina Pfau hatte die Aktion des Jobcenters, der AOK und der Fortbildungsakademie FAW kritisiert, in der neun Familien während der Sommerferien Pakete mit gesunden Lebensmitteln sowie Ernährungs- und Bewegungstipps erhielten ("Freie Presse" berichtete). Pfau: "Ich verstehe nicht, warum man sich für die Aktion selbst beweihräuchert, statt das Problem beim Namen zu nennen. Der Hartz-IV-Satz ist zu niedrig, um sich gesunde Lebensmittel leisten zu können."

Ali-Chefin Konstanze Schumann streitet nicht ab, das der Hartz-IV-Satz ein auskömmliches Leben erschwert. Gesunde Ernährung und Bewegung seien aber nicht zwingend teuer. Ab 22. September werde die Tafel in Plauen das Projekt Erbse umsetzen: 30 Interessenten erleben für sechs Tage einen offenen Mittagstisch samt Ernährungsberatung und Bewegung. Zum Abschluss am 3. November hat Schumann Janina Pfau eingeladen. Erbse steht als Abkürzung für das "Erproben von Bildungsformaten zur Stärkung der Ernährungskompetenz". (us)

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