Auch Rosenbachs neuer Bürgermeister macht sich nass

Beim Sommer-Spaß-Biathlon ging es am Samstag in Leubnitz rund. Dabei musste Michael Frisch traditionell anrutschen. Die lustigen Wettkämpfe wurden von den Moderatoren gut gewürzt.

Leubnitz.

Gerade noch hielt er, mit Brille auf der Nase und ordentlich gekleidet, die Begrüßungsrede. Dann ging es für den neuen Rosenbacher Bürgermeister traditionell zum Anrutschen. Mit Tochter Finja auf dem Rücken sauste Michael Frisch bäuchlings die Wasserrutsche hinab, weihte diese ein - und war anschließend optisch kaum wiederzuerkennen. Klar nahm er das mit Humor. Die Erfrischung auf der Wasserrutsche schien auch den anderen Teilnehmern der sechs Teams zu gefallen. Sie gehörte zum Parcours beim Sommer-Spaß-Biathlon.

Sechs "WM-Teams" marschierten mit ihrer jeweiligen Flagge vor der Kulisse des Schlosses hinab in den Park. "Wir hoffen, dass Deutschland besser abschneidet als bei der WM in Russland", so der Kommentator. Das Schweizer Team wurde vom Boxteam Oelsnitz V.-Plauen unterstützt. "Und jetzt bitte auf Autoschlüssel und sonstiges aufpassen", wurden Polen und dann die dänischen Färör-Inseln angekündigt.

Bevor es aber zur Spaß-WM kam, waren die Boxer dran. Die deutsche Vizemeisterin im Leichtgewicht-Boxen Gina Spranger aus Leubnitz zeigte eine Kostprobe ihres Könnens gegen Jan Ualikhanov aus Oelsnitz, mehrfacher deutscher Meister, bei der Vorführung des Boxteams Oelsnitz V.-Plauen, dem Verein von Gina Spranger. Weitere Schützlinge der Trainer Frank Süß und Erich Rausch stiegen ebenfalls in den Ring. Mit der Melodie "Time to say Goodbye" wurden die Sportler verabschiedet.

"Gönnen Sie sich heute einfach was, achten Sie nicht auf die Figur", bat der Kommentator das Publikum, haltlos zu konsumieren. Neben Pfarrer Rainer Zaumseil führte auch ein "Weihnachtsmann", der sicher mächtig schwitzte, durchs Programm. "Wir wollen am Ende dem Boxclub eine kleine Spende übergeben." Natürlich gab es viel zu lachen für die Zuschauer: Siegbert Bäse vom deutschen Team war mit der Entscheidung des Schiedsrichters zur Strafrunde gar nicht einverstanden. Er jagte ihn über den gesamten Parcours. "Disqualifizierung", rief der Kommentator. "Es ist ein schwarzes Jahr für Deutschland." So mancher Teilnehmer verlor unterwegs die Ski. Oder musste Strafrunden laufen, weil er die Eimer beim Zielwerfen in der sogenannten Kati-Wilhelm-Kurve nicht traf. Als die bekannte Biathletin mit dem Rotschopf wagte sich Gunter Schmidt auf die Piste, bekleidet mit pinkfarbener Perücke und Röckchen.

Michael Holzmüller indes stieg mit Zylinder in die Skibindung. Auch die 19-jährige Gina Spranger war auf Skiern zu erleben. Was ist schwerer, auf Skiern über den Rasen zu fahren oder zu boxen? "Auf jeden Fall boxen", meinte das Sporttalent lachend. Im Finale standen sich letztlich Brasilien und die Färöer-Inseln, gegenüber. Sieger waren sie beide. "Per Zielfoto und Videowiedergabe konnte nicht anders entschieden werden", sagte Silke Neidel vom Organisationskomitee. Den dritten Platz erreichte die Schweiz mit den Boxern. Riesigen Spaß hat es zweifellos allen gemacht.


"Nächstes Jahr will ich bei der WM dabei sein"

Gina Spranger (19) aus Leubnitz, deutsche Vizemeisterin im Leichtgewicht-Boxen, war beim Spaß-Biathlon dabei. Simone Zeh sprach mit ihr.

Freie Presse: Was ist Ihr nächster großer Wettkampf?

Gina Spranger: Anfang September die Deutsche Meisterschaft in Rostock. Darauf bereite ich mich intensiv vor. An der deutschen Meisterschaft nehme ich zum zweiten Male teil.

Welches große Ziel verfolgen Sie?

Fast wäre ich zur WM nach Indien gefahren, durch eine Formalität hat es voriges Jahr nicht geklappt. Nächstes Mal will ich dabei sein.

Was machen Sie, wenn Sie nicht boxen?

Im Boxteam Oelsnitz V.-Plauen werde ich gefördert. Aber ich studiere auch in Dresden Sozialpädagogik und Management. Und ich bin Leubnitzerin.

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