Auf den Stuhl von Sárközy wollen acht Mitbewerber

OB und Ältestenrat sichten Bewerbungen - Stadträte entscheiden

Plauen.

Auf die ausgeschriebene Stelle eines Bürgermeisters der Stadt Plauen sind neun Bewerbungen eingegangen. Darunter befindet sich auch eine von Amtsinhaber Levente Sárközy. Am Freitag war Bewerbungsschluss. Der gesuchte Bürgermeister leitet als einer von zwei Stellvertretern des Oberbürgermeisters den Geschäftsbereich II der Stadtverwaltung, der den Baubereich und die Stadtplanung, das Markt- und Ordnungswesen sowie die Gebäude- und Anlagenverwaltung umfasst.

Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer (FDP) will die eingegangenen Bewerbungen mit dem Ältestenrat auswerten, teilte die Stadtverwaltung auf Anfrage mit. Das Gremium besteht aus den Vorsitzenden aller im Stadtrat vertretenen Fraktionen. Mit dem Ältestenrat will Oberdorfer beraten, welche der Kandidatinnen und Kandidaten sich dann im Verwaltungsausschuss des Stadtrates vorstellen. Im Gegensatz zum OB, der direkt durch die Einwohner gewählt wird, erfolgt die Wahl seiner Stellvertreter durch die Stadträte. Die Entscheidung über den Bürgermeister des Geschäftsbereichs II soll am 31.März stattfinden.

Die neue Amtszeit beginnt zum 1. September. Dann endet die Wahlperiode von Levente Sárközy (parteilos). Der Amtsinhaber bewirbt sich auch um eine weitere Amtszeit, bestätigte er der "Freien Presse". Laut Auskunft der Stadtverwaltung gehören weitere Plauener zu den Bewerbern. Die Herkunft sei aber kein Auswahlkriterium, heißt es aus dem Rathaus. Erwartet wird allerdings laut Ausschreibung, dass der Beigeordnete "seinen Hauptwohnsitz in Plauen nimmt". Gefordert waren neben einem abgeschlossenen Studium, vorzugsweise in Stadtplanung, Regionalplanung, Architektur oder Bauingenieurwesen, einschlägige Erkenntnisse und Berufserfahrungen sowie mehrjährige Erfahrungen als Führungskraft, "idealerweise in der öffentlichen Verwaltung". Erwartet werden zudem "ausgeprägte strategische, konzeptionelle und kommunikative Fähigkeiten sowie Verhandlungsgeschick".

Bei der Wahl von Amtsinhaber Levente Sárközy 2013 hatte sich der gebürtige Budapester letztlich gegen 16 Mitbewerber durchgesetzt. Als weiterer Bürgermeister in Plauen ist Steffen Zenner (CDU) für Schulen, Kultur, Sport und Soziales zuständig. Seine siebenjährige Amtszeit begann im August 2015.

4Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 3
    0
    Tauchsieder
    16.01.2020

    Ja "kgruen...", sie sind für einen Lacher immer wieder gut. Haben sie doch sicherlich eine sagen wir mal Teilschuld an der Vernichtung von "Stadtgrün". Ob als Pirat, oder als Linkenversteher, hat doch die Stadt in ihrer "Amtszeit" den geschützten Landschaftsbestandteil "Schlosshang" beseitigt und ist auch noch dabei. Sie wird demnächst eine Sporthalle errichten und somit eine ganze Gartenanlage beseitigen. Sie wird demnächst ca. 20 ha Grünland und Ackerfläche bei Oberlosa vernichten und dies in eine Betonwüste umwandeln. Sie hat vor dasselbe in noch größerem Umfang bei Kauschwitz umzusetzen usw., ect., b.b.!
    Und jetzt kommen sie dreimal klug daher und fordern etwas, was sie hätten im Vorfeld verhindern können, zumindest dagegen sein müssen.
    Wie ich eingangs schon sagte wieder mal eine Lachnummer von ihnen.

  • 0
    3
    Interessierte
    15.01.2020

    Wie kommt man denn von Budapest über den Schwarzwald nach Jena und nach Plauen ?
    https://www.plauen.de/de/rathaus/buergermeister/portrait_gb2.php

    Da gibt es doch noch einen Mann mit solchen Reisen , aber bis nach Chemnitz …..

  • 1
    4
    MPvK87
    14.01.2020

    Es wäre schön gewesen, dem Gleichberechtigungsgrundsatz entsprechend entweder alle Kandidat*innen namentlich zu nennen oder keine. Das nur 1 von 8 (oder 9?) genannt wird ist schade.

  • 3
    8
    kgruenler
    14.01.2020

    Es wäre sicher toll, wenn ein/e Kandidat/in dabei wäre, welche nicht nur in Stein und Beton denkt und auch den menschgemachten Klimawandel mit auf der Agenda hat und die Stadt dementsprechend für die Zukunft umgestaltet, sprich mehr Grünpflanzen, Dachbegrünung, Bäume, etc. pp. und weniger versiegelte Flächen, welche im Sommer für Hitzehotspots und schlechtes Stadtklima sorgen.
    Man darf gespannt sein!



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