Aufarbeitung von Kriegsverbrechen geht weiter

Vortrag über Todesmarsch von KZ-Häftlingen durchs Vogtland - Organisation regt "Marsch des Lebens" an

Plauen.

Ein Vortrag über den Todesmarsch von KZ-Häftlingen durch das Vogtland im Jahr 1945 ist auf großes Interesse gestoßen. Regionalforscherin Christine Schmidt hatte bei der Veranstaltung des Vereins Jesus für Plauen und das Vogtland am Donnerstag die Route des Todesmarsches durch Syrau, Neundorf, Kürbitz und Pirk aufgezeigt und ging vor über 100 Besuchern auf Einzelheiten und einige Inhalte von Zeitzeugenberichten ein.

Stefan Haas von der Organisation "Marsch des Lebens" aus Leipzig verwies in seinem Beitrag auf den erstarkenden Antisemitismus. Auch bisher nicht aufgearbeitete Kirchengeschichte zu dem Thema müsse aufgedeckt werden, so Haas. Die Leipziger wollen auch im Vogtland einen "Marsch des Lebens" initiieren. Der Verein organisiert als Zeichen gegen Antisemitismus Gedenk- und Versöhnungsmärsche an Orten des Holocausts - und zwar gemeinsam mit Nachkommen der Tätergeneration. (pa)

Zeitzeugen, die bei der Veranstaltung nicht zu Wort kamen, können sich beim Veranstalter melden. Telefon: 01590 5347062.

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