Awo-Seniorenquartier: Der Neubau steht bereits

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Plauen So ganz in dem Zeitplan, den sich Bauunternehmer Frank Müller im Oktober 2019 gesteckt hatte, befindet er sich mit seinem Seniorenquartier-Ensemble an der Gutenbergstraße nicht. Doch als der 57-Jährige das Projekt damals gemeinsam mit der Arbeiterwohlfahrt (Awo) Vogtland als künftiger Träger der Öffentlichkeit präsentierte, gab es auch noch kein Corona. Weil sie daran erkanken, fallen Handwerker aus oder sind in Quarantäne. Die Pandemie macht das Material außerdem teurer. Dennoch, der Rohbau des neuen der insgesamt drei Sozialgebäude steht bereits. An die Reihe sollen jetzt zügig noch das Ex-Landratsamt gegenüber kommen und die frühere russische Kommandatur, in der sich unter anderem auch die Sparkasse Vogtland befunden hatte.

Müller gilt eigentlich als Altbausanierer, der den Denkmalschutz im Blick hat. Die Bauten, die der Düsseldorfer unter seine Fittiche nahm, sind in Plauen nach fast 30 Jahren kaum noch zu zählen. Entstanden ist dabei bislang immer Wohnraum. "Auf dem Gebiet kenne ich mich aus", so Müller. Er ist jedoch auch mit seinem jüngsten Baby zufrieden, denn neu zu bauen und dann auch noch für soziale Zwecke, das sei für ihn in jeglicher Hinsicht Neuland gewesen. Er habe sich auf die Herausforderung aber gefreut, sagt er.

Laut Awo-Geschäftsführerin Katrin Schmidt und ihrem Vorstands-Kollegen Michael Hummel entstehen in dem modernen Glas-Betonbau 33 barrierefreie Wohnungen. 25 davon seien Einzelapartments. Alle würden zwischen 36 und 58 Quadratmetern aufweisen sowie Balkon, Terrasse oder Loggia besitzen. Den Mietern stünden Parkplätze sowie eine Tiefgarage zur Verfügung. "Ein großer Garten ist ebenso geplant", so Frank Müller. Dabei zeigt er auf den Außenbereich oberhalb der Kleingartenanlage an der Senefelderstraße. Spätestens ab 2023 sollen die Pflegeapartments bezugsfertig sein. Unter dem Motto "So viel Selbstständigkeit wie möglich - so viel Hilfe wie nötig" können Mieter bei Bedarf hauswirtschaftliche Dienste in Anspruch nehmen.

In der früheren Kommandatur wiederum sollen Wohngruppen einziehen, und dort, wo bis Anfang 2017 die vogtländische Kreisverwaltung ihren Sitz hatte, werden künftig niederschwellig ambulant und stationär Awo-Patienten versorgt. Café, Frisör und Ärzte sollen gleichfalls angesiedelt werden. Das imposante Eckehaus, ein Objekt aus der Wilhelminischen Zeit, flöße Müller trotz langer Sanierungserfahrung Ehrfurcht ein, sagt er. Nach dem Umzug des Landratsamtes in das frühere Kaufhaus Tietz am Plauener Postplatz standen der imposante Bau und das benachbarte Verwaltungsgebäude leer. Mit einer Parkfläche sind das 6200 Quadratmeter. Für das Paket hat Müller eine halbe Million Euro gezahlt.

Ein zweistelliger Millionenbetrag fließt seinen Worten insgesamt für die Realisierung des Seniorenquartiers. Für dessen Betrieb will der Wohlfahrtsverband 150 Mitarbeiter anstellen. Damit wächst die Zahl der der bei der Awo Vogtland Beschäftigten auf 850.

Für das betreute Wohnen in Plauens zentraler Lage kann man sich anmelden. Detaillierte Infos sind bei der Awo in Auerbach unter Ruf 03744 272 2746 erhältlich.

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