Bärenklau: Kreis redet mit Eigentümer

Leserhinweis - Amt: Keine Beseitigungspflicht

Plauen.

Wieder Ärger mit der Giftpflanze Bärenklau im Vogtland: In Bad Elster-Bärenloh breitet sich das vor 200 Jahren in die Region eingeschleppte Gewächs aus - es wächst nach Mitteilung von Bürgern "auf einer ungepflegten staatlichen Wiese am Straßenrand". Die Leser wandten sich Mitte Juli per Mail an die Umweltbehörde des Landratsamtes - vor allem deshalb, weil die Samen des Riesenbärenklaus beginnen auszufallen. Eine Reaktion sei nicht erfolgt, so die Elsteraner gegenüber "Freie Presse". Was sagt die Kreisbehörde dazu?

"Es gibt derzeit keine Verpflichtung für den Landkreis, den Riesenbärenklau am Standort aus naturschutzfachlichen Gründen zu beseitigen", heißt es auf Anfrage aus der Pressestelle des Amtes. "Wir werden aber den Flächeneigentümer informieren und die Beseitigung anraten. Wenn eine Gefahr, zum Beispiel für spielende Kinder, gesehen wird, müsste die Ortspolizeibehörde einschreiten", spielt der Kreis den Ball weiter zur Stadt Bad Elster. Bürgermeister Olaf Schlott (Unabhängige Bürgerschaft), seit gestern wieder im Rathaus, will sich vor einer Auskunft erst zum Thema informieren.

Leser erinnern sich auch an Bärenklau-Beseitigungsaktionen des Kreises. Gibt es die nicht mehr? "Es ist zutreffend, dass der Vogtlandkreis seit 1998 bis etwa 2013 Standorte des Riesenbärenklaus ohne eine Rechtspflicht in ausgewählten Schutzgebieten und Biotopen mit Erfolg bekämpft hat", heißt es aus der Pressestelle. Aber die Pflanze gehört nicht zu den grundsätzlich zu bekämpfenden, sondern zu den zu erfassenden Arten, macht die Behörde deutlich. (hagr)

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