Bauarbeiten für neues Spitzenzentrum beginnen

Am Montag fiel der Startschuss für den Um- und Ausbau des Weisbachschen Hauses. Zunächst finden Vorarbeiten statt. Im zweiten Quartal des kommenden Jahres soll es dann so richtig losgehen.

Plauen.

Nachdem die Stadt Plauen Ende September den Fördermittelbescheid erhalten hatte, begannen am Montag am Weisbachschen Haus Vorarbeiten zum Umbau als Deutsches Zentrum für Spitze und Stickerei. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, wird zunächst die freistehende Ziegelwand zwischen Mühlgraben und Innenhof an der Bleichstraße 1 abgebrochen und Bauschutt aus dem Innenhof beräumt. Auch die Pflastersteine kommen raus. Außerdem werden Natursteinplatten aus Theumaer Schiefer im Erdgeschoss dokumentiert, ausgebaut und an anderer Stelle eingelagert. Im weiteren Verlauf sollen Einbauten wie Toiletten im Erd- und Obergeschoss entfernt werden.

Der Start für die Rohbauarbeiten ist für das zweite Quartal des kommenden Jahres geplant. Für Sanierung und Erweiterung des Weisbachschen Hauses erhält Plauen vom Freistaat Sachsen mehr als 5,8 Millionen Euro Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Weitere 20 Prozent wird die Stadt als Eigenanteil aufbringen. Bis Ende Januar sollen die ersten Ausschreibungsunterlagen vorbereitet sein, um dann im zweiten Quartal loslegen zu können. 2022 soll das Zentrum fertig sein.

Das Konzept des künftigen Plauener Spitzenzentrums sieht eine einzigartige Verbindung aus Wirtschaft, Kultur und Bildung vor. Im Weisbachschen Haus wird unter anderem das heutige Spitzenmuseum sein neues Zuhause finden. Das Weisbachsche Haus diente ab 1778 als Manufakturgebäude einer Kattundruckerei. Es zählt zu den am besten erhaltenen barocken Industriebauten in Deutschland. Schon im 15. und 16. Jahrhundert war die Stadt im Vogtland ein Zentrum des Tuchmacherhandwerks und der Wollweber.

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