Baubürgermeister räumt Versäumnisse ein

Erneut sind Differenzen zwischen Baubürgermeister Levente Sárközy und Plauens Stadträten zutage getreten.

Plauen.

Wo eben noch Gemurmel und übliche Sitzungsunruhe war, wurde es mit einem Mal ganz still: Plauens Baubürgermeister Levente Sárközy (parteilos) hat in der jüngsten Stadtratssitzung Versäumnisse in der Kommunikation mit Fraktionen des Stadtrates eingeräumt und Besserung versprochen. Kritik an mangelnder Organisationskompetenz seines Geschäftsbereiches wies er allerdings zurück.

Anlass der Rede war ein Antrag der CDU gewesen, den Fraktionschef Jörg Schmidt begründete: Der Stadtrat soll eine Liste vorgelegt bekommen und beschließen, an welchen Baumaßnahmen und Konzepten in Sárközys Geschäftsbereich in welcher Rang- und Reihenfolge gearbeitet wird. Als Beispiel nannte Schmidt wieder aufgeflammte Diskussionen um den Bau einer neuen Tourist-Info am Wende-Denkmal: Wenn der Stadtrat das Vorhaben nicht wolle, sei es "sinnlos, sich an diesem Vorhaben festzubeißen und fachliche Kapazitäten damit zu binden". Zumal - da war Schmidt sich mit Sárközy einig - die Stadt ja gerade ein Rekordbauvolumen zu stemmen habe. Schmidt: "Wir wollen, dass sich Bauvorhaben am Willen des Stadtrates orientieren und nicht am Willen des Baubürgermeisters." Eine Mehrheit aus CDU und SPD folgte dem Antrag, zwei Stadträte votierten dagegen, neun enthielten sich ihrer Stimme. Bernd Stubenrauch (SPD) appellierte an Sárközy: "Nehmen Sie es bitte nicht persönlich. Wir als Stadträte wollen mithelfen, wichtige Entscheidungen zu treffen."


Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer (FDP) hielt sich sowohl mit einer Bewertung des Antrages als auch der Arbeit des vom Stadtrat bis 2020 gewählten Baubürgermeisters zurück. Er fügte lediglich an, dass das Leitbild für das Verwaltungshandeln immer das jeweils aktuelle Stadtkonzept sei.

In der Sitzung am Dienstag musste Sárközy mehrfach ein indirektes Misstrauensvotum der Stadträte hinnehmen: Beim Beschluss des Kleingartenkonzepts fielen seine Änderungswünsche und Bedenken durch. Auch zum Verkehrsübungsplatz hatte Sárközy eine andere Meinung vertreten. Statt wie nun beschlossen im Westend, hatte er vorgeschlagen, den Platz im Mammengebiet anzusiedeln.

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