Bauernmarkt bereit für Jubiläum

Der Blick richtet sich aufs kommende Jahr. Dann besteht der Europäische Bauernmarkt 25 Jahre. Macher und Gestalter trafen sich jetzt zum Gedankenaustausch.

Plauen.

Zur Halbzeit des Europäischen Bauernmarktes erwartet die Teilnehmer jedes Jahr ein besonderer Abend: eine Einladung der Stadt Plauen und des Vogtlandkreises zum Buffet. "Wir wollen den Marktteilnehmern Danke sagen", so Michael Bretschneider vom organisierenden Verein Vogtländischer Bauernmarkt, der sich seit 24 Jahren um dieses Event kümmert.

Es ist ein Abend, an dem die Standbetreiber bereits 32 Stunden Markt hinter sich gebracht und noch weitere 30 Stunden vor sich haben. In diesen insgesamt 62 Marktstunden beraten die Direktvermarkter, Kunsthandwerker und Vereine die Besucher, geben Auskünfte zu ihren Produkten, beantworten viele Fragen und haben meist schon einen guten Teil ihrer Spezialitäten verkauft. Der Aussteller-Abend, wie ihn die Organisatoren nennen, bringt Zeit zum Innehalten und für persönliche Gespräche. Einige der Teilnehmer kennen sich seit vielen Jahren, Freundschaften sind entstanden. Bretschneider hat es über die Jahre geschafft, die meisten der Marktteilnehmer in ihrem Heimatland zu besuchen. Die Vereinsmitglieder fahren stets mit dem Auftrag in Urlaub, nach neuen Marktteilnehmern mit neuen Produkten Ausschau zu halten. Im Falle der Portugiesen ist das dieses Jahr wieder einmal gelungen. Dieses Land ist das erste Mal auf dem Europäischen Bauernmarkt vertreten.

Zum Urgestein des Marktes gehört Sylvia Schellenberg aus Kobitzschwalde. Sie verköstigt die Besucher mit Pilzpuffern und anderen Spezialitäten aus Pilzen. "Ich bin von Anfang an dabei. Es ist immer wieder schön, hier zu sein." Worte, die Gastgeber Rainer Biller vom gleichnamigen Möbelhaus gern hört. Obwohl er die Räume zur Verfügung stellt, fand er am Dienstag das erste Mal Zeit, sich zum geselligen Abend einzufinden. "Als wir hier vor 24 Jahren begonnen haben, hätte ich nie gedacht, dass sich dieser Markt so prachtvoll entwickelt", sagt der Unternehmer. Auch Michael Bretschneider kann manchmal einfach nur staunen, wenn er die Zahlen liest: 15 Länder, 75 Marktteilnehmer, 35.000 Besucher. "Wir haben 1995 mit sechs Ländern begonnen. Anfänglich standen wir mit einem ganz normalen Bauernmarkt vor den Türen des Möbelhauses." Dann kam Armin Döhler, der damalige Leiter des Landwirtschaftsamtes: keine Idee, die zu kühn war, um sich nicht umsetzen zu lassen. "Anfänglich ist mir heiß und kalt geworden, als wir darüber sprachen, Direktvermarkter aus anderen Ländern einzuladen. Keiner wusste, wie das gehen sollte", erinnert sich der Vereinsvorsitzende. Heute rufen bei ihm ständig interessierte Berufskollegen an, die gern einen Standplatz hätten. Der Verein muss also auswählen. Neue Länder, neue Produkte haben die besten Chancen.

Nächstes Jahr feiert der Bauernmarkt sein 25-Jähriges. "Zur Silberhochzeit lädt der Vogtlandkreis ein", erklärte Landrat Rolf Keil (CDU). Für die Auftaktveranstaltung in der Innenstadt und das Kulturprogramm sind damit im Jahr 2020 einheimische Akteure zuständig.

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